Infineon leidet unter schwachem Markt für Speicherbauteile
Die Umsatzentwicklung war geprägt von einer starken Nachfrage in den Kommunikationsbereichen, insbesondere bei Chips für Chipkarten und in der drahtgebundenen Kommunikation. Der Umsatzrückgang gegenüber den Rekordzahlen des Vorquartals ist auf die Abschwächung im Markt für Speicherbauelemente zurückzuführen.
Das EBIT-Ergebnis (Gewinn vor Zinsen, Ergebnisanteilen Dritter und Steuern) – einschließlich einmaliger Sondereinnahmen von 202 Millionen Euro aus dem Verkauf der Image & Video-Aktivitäten – lag bei 446 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 83 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000 und einem Rückgang von 45 Prozent gegenüber dem Rekordergebnis des Vorquartals.
Infineon erwartet auf Grund seiner Ausrichtung auf Wachstumsmärkte und seiner strategischen Kundenbasis in 2001 ein weiterhin starkes Wachstum. Getrieben wird dieses Wachstum von der hohen Nachfrage im Kommunikationssektor, insbesondere bei Chipkarten-Lösungen und im Infrastrukturgeschäft (insbesondere bei Breitband- und optischen Netzwerk-Lösungen), in denen bislang die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Insgesamt erwartet Infineon im Markt für Mobiltelefone ein robustes Wachstum.
Auf Grund der Rücknahme der aggressiven Vorhersagen von Schlüsselkunden erwartet Infineon allerdings, dass sich das Marktwachstum gegenüber dem starken vergangenen Jahr verlangsamt. Auch die Aussichten für den Geschäftsbereich Automobil- und Industrieelektronik bleiben positiv.
Das Marktumfeld für Speicherbauelemente, insbesondere der PC-Markt, bleibt auch während des zweiten Quartals (1.1. bis 31.3.2001) schwierig. Im dritten und vierten Quartal erwartet Infineon eine Reduzierung der Lagerbestände bei den PC-Herstellern, so dass sich die Preisentwicklung bei den Speicherchips wieder stabilisieren könnte. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 sieht Infineon derzeit im DRAM-Markt eine weiterhin positive Entwicklung mit steigender Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte.



