Fiskus bremst bei der virtuellen Steuererklärung
Das digitale Finanzamt bietet eine Reihe von Vorteilen: So wird der Steuerzahler beispielsweise bereits am Computer auf mögliche Fehler beim Ausfüllen der Formulare hingewiesen – selbst komplizierte Steuererklärungen werden durch die Onlineunterstützung deutlich einfacher. Doch nicht nur der Bürger würde von dem Service profitieren. Durch die direkte Übermittlung der Steuerdaten an die Computersysteme der Kommunen werden die Sachbearbeiter der Finanzämter durch ein Weniger an Dateneingabe erheblich entlastet.
Zwar bieten einige Städte und Gemeinden ihren Bürgern schon heute die Möglichkeit, ihre Steuererklärung im Internet abzugeben, doch noch reagieren die Steuerzahler verhalten. Die Internet-Befragung ergab, dass die Gründe für das Zögern vielfältig sind: Neben der Furcht vor mangelndem Datenschutz (22 Prozent) spielen auch die Angst vor fehlerhafter Datenübermittlung (13 Prozent) und Bedenken gegenüber der Sicherheit beim virtuellen Posteingang (13 Prozent) eine Rolle.
36 Prozent der Internetnutzer würden ihre Steuererklärung nicht im Internet ausfüllen und abschicken. Die größten Sorgen machen der Datenschutz, eine möglicherweise fehlerhafte Datenübermittlung und die mangelnde Sicherheit beim Posteingang.
Ein weiteres Hemmnis für den elektronischen Service ist die strenge deutsche Gesetzgebung. Die digitale Signatur ist der manuellen Unterschrift in Deutschland im Bereich der Steuererklärung rechtlich noch nicht gleichgestellt. Zur Beglaubigung der Unterlagen muss daher noch immer ein signierter Kurzausdruck der Erklärung an das Finanzamt geschickt werden.
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