Siemens entwickelt Lösungen für Bankgeschäfte via Handy
Der Aufbau dieses mobilen Bankings beruht auf einer strategischen Allianz, die Siemens mit der DG Bank eingegangen ist. Deren 1.000 Filialen betreuen in Deutschland rund 15 Millionen Kunden. Dazu kommt das europäische Netz der Kreditgenossenschaften, das in die Überlegungen mit einbezogen wird.
Bis Ende 2001 soll jeder zehnte Bankkunde schon über sein Handy Bankgeschäfte abwickeln, so die Vorstellung der DG Bank. Die Raiffeisenbank Obernburg/Bayern bietet ihren Kunden in einem Pilotprojekt beispielsweise Marktinformationen mit Kursen und Nachrichten, Banking mit Überweisung und Kontoabfrage sowie Brokerage mit Depotverwaltung und Börsenorder an. Siemens lieferte für das WAP-Brokerage-Projekt mit der Raiffeisenbank Obernburg die entsprechenden Handys.
Der Bankkunde ruft über sein Handy eine Telefonnummer an. Über diese Verbindung gelangen seine Daten, nach Abprüfung im Firewall der Raiffeisenbank, auf ein WAP-Gateway, in dem der Anrufer identifiziert und seine Zugangsberechtigung geprüft wird. Der Kunde legitimiert sich dort mit einem Passwort, seiner Konto-Nummer und einer PIN. Dann erhält er die gewünschten Informationen. Um einen möglichst hohen Sicherheitsstandard zu garantieren, sollen zukünftig von Siemens auch Mobiltelefone mit einer speziellen Verschlüsselungstechnologie angeboten werden.
Eine ganze Reihe weiterer Projekte mit ähnlicher Zielsetzung stehen auf der Agenda, beispielsweise der Aktienkauf per SMS. Ziel all dieser Projekte ist letztlich, die bisher über verschiedene Medien laufende Kommunikation zwischen Kunde und Bank auf das Handy zu übertragen, um damit Informationsaustausch und Geschäftsabwicklung im Real-Time-Verfahren zu ermöglichen.
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