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Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre kürt IPO-Zitrone 2000

Börsengänge LetsBuyIt.com, Allgeier Computer und Ad Pepper "ausgezeichnet"

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) und das Going Public Magazin haben ihre alljährliche Negativauszeichnung für Konsortialbanken vergeben, die besonders unrühmliche Börsengänge zu verantworten haben. Darunter in diesem Jahr Robertson Stephens International für LetsBuyIt.com, das Bankhaus Merck Fink & Co. für den Börsengang von Allgeier Computer und die HypoVereinsbank mit ihrer Ad-Pepper-Emission.

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Der von Robertson Stephens organisierte Börsengang der LetsBuyIt.com - gegründet in Schweden, Geschäftssitz in Holland, Holding-Sitz in London und Geschäftsleitung in München - geriet nach Meinung der SdK zum Desaster. Das für Anfang Juni angepeilte Börsendebüt platzte auf Grund eines "schwachen Marktumfeldes". Dennoch wurde ein zweiter Anlauf bereits vier Wochen später gewagt. CEO Martin Coles bezeichnete die Situation an den Finanzplätzen als "wieder stabil". Eine von bis zu 15 Euro auf 6 bis 7 Euro und dann in einem erneuten Versuch auf 3 bis 4 Euro herabgestufte Preisspanne schürte den Verdacht, dass die Newcomer ein Listing um jeden Preis erreichen wollten. Seit dem 21. Juli werden die Aktien von LetsBuyIt.com gehandelt.

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  1. Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre kürt IPO-Zitrone 2000
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Schon am 28. Dezember war Schluss. Das Unternehmen meldete, dass es kurz vor der Pleite stehe und stellte den operativen Betrieb ein. Die Marketing-Kosten vor Weihnachten hätten zu einen Abfluss von Barmittel-Reserven geführt, verkündete Martin Coles lapidar.

Mehr Weitsicht bewies Coles hingegen bei seiner persönlichen Finanzplanung, so die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre. So ließ er sich bei seinem Amtsantritt im Mai 2000 eine Vertragsabschlussprämie in Höhe von rund 7 Millionen DM zahlen. "Ein Vorgang, der an ein vorab gezahltes Schmerzensgeld für ein hoffnungsloses Himmelfahrtskommando anmutet", so die SdK in einer Pressemitteilung. Aber auch seine drei Vorstandskollegen sollten nicht länger darben. Nachdem 1999 nur magere 24.000 DM Gesamtvorstandsvergütung abgefallen sind, sollte der Betrag - den Aktionären sei Dank - nun auf insgesamt 9,1 Millionen DM explodieren.

Zum Neujahr wurde der komplette LetsBuyIt-Vorstand abgelöst. Für Coles kein Grund zur Trauer, klagt die SdK: "Seine Sensationsleistung, die Firma in Rekordzeit an die Wand zu fahren, wurde immerhin mit weit über 50.000 DM pro Arbeitstag bezahlt."

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Die Konsortialbank Robertson Stephens hat all dies gewusst und mitverantwortet und wollte mit Aktienoptionen auf das Unternehmen mitverdienen. Da LetsBuyIt.com nun Pleite ist und trotzdem angeblich stets die operativen Ziele erfüllte, müsse man, so die SdK, davon ausgehen, dass Robertson Stephens bei seinen Börsenaspiranten offensichtlich nicht einmal ein halbes Jahr vorausplant.

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Udo Fiß 29. Nov 2004

Das ist ja alles sehr schön mit der zitrone,aber ich habe da noch einen besseren...


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