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Studie: Bluetooth steigert Chipnachfrage

Handys und tragbare Computer stimulieren Nachfrage nach Kurzstreckenfunk-Chips. Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost und Sullivan hat der globale Markt für Kurzstreckenfunk-Chips glänzende Zukunftsaussichten. Der weltweite Gesamtmarkt wird für das Jahr 2000 auf 1,34 Milliarden US-Dollar beziffert, für das Jahr 2006 prognostizieren die Auguren einen Umsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 23,7 Prozent. Hauptwachstumsfaktoren sind sinkende Kosten und die allgemein geschätzten Vorteile der drahtlosen Technik.
/ Andreas Donath
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Den größten Anteil am Boom der Branche habe der Bluetooth-Sektor. Hier wird mit einem Anstieg des globalen Umsatzes auf 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 gerechnet. Bluetooth liegt damit deutlich vor Wireless LAN, HomeRF und DECT. Bei den Anwendungen bilden Handys und tragbare Computer die Spitze.

Insbesondere der verstärkte Einsatz tragbarer Computer soll den Absatz von Wireless-LAN-Produkten (2,4-GHz-ISM-Band) auch weltweit kräftig wachsen lassen, so Frost und Sullivan. Erwartet wird für 2006 ein Umsatz von 1,3 Milliarden US- Dollar. Vor allem die Nachfrage nach 802.11b-Direktsequenzier-Chipsätzen soll stark ansteigen.

Die HomeRF-Chipsätze profitieren von der Entscheidung der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC), für HomeRF-Produkte Datenraten von bis zu 10 Mbit/s zuzulassen, so Frost und Sullivan. Positiv wirken sich auch sinkende Kosten für Frequenzsprung-Chipsätze und die zunehmende Vernetzung aus. Laut Studie wird die Technik aber auf kleinere Büros und Privathaushalte mit mehreren PCs beschränkt bleiben.

Anders als bei den HomeRF-Chipsätzen soll der Umsatz mit DECT-Chipsätzen im gleichen Zeitraum zurückgehen. Durch die zunehmende Marktsättigung und den Einsatz minderwertiger Chipsätze sinken hier die Preise.

Neue Modelle beleben das Geschäft mit Bluetooth-Chips, so Frost und Sullivan. Kleinere Halbleiterentwickler wie Cambridge Silicon Radio und Silicon Wave haben sich mit bestimmten Komponenten frühzeitig Marktanteile gesichert. Größere Unternehmen wie Philips Semiconductors würden dagegen integrierte Lösungen von der Siliziumscheibe bis zum fertigen Produkt in großen Stückzahlen anbieten.

Auch bei der Entwicklung von Protokollsoftware bemühen sich verschiedene kleinere Unternehmen, neben Konzernen wie Microsoft und Intel Fuß zu fassen. TTP Communications und Widcomm sind zwei der bekanntesten Softwarehäuser, die den Halbleiterherstellern komplette Protokollstapel oder Teile davon liefern. Michael Wall, Research Analyst bei Frost und Sullivan, hält die so genannte Software-Stacks für eines der wichtigsten Elemente eines Produkts. Das gilt insbesondere im Bluetooth-Bereich, wo viele Angebote kurz vor der Markteinführung stehen.

Gelöst werden müssen von den Entwicklern noch Probleme im Zusammenhang mit Interoperabilität, Signalstörung und dem Zulassungsprozess für Bluetooth-Produkte. Auch können Beschränkungen bei der Lieferung von Chipsätzen an kleinere Produktentwickler die Einführung neuer innovativer Anwendungen verzögern, so Frost und Sullivan.


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