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Mikroprozessoren - 2-GHz-Grenze soll 2001 fallen

Analysten sagen Mikroprozessor-Trends für 2001 voraus. Auf einem Branchentreffen, dem San Jose Awards Dinner, haben Analysten ihre Prognosen für die Mikroprozessor-Trends 2001 abgegeben. So soll vor allem die Taktratenjagd weitergehen, da dank neuer Fertigungstechniken bereits 2001 die 2-GHz-Leistungsmarke überschritten werde.
/ Christian Klaß
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Zu den neun Analysten, die in San Jose, Kalifornien, ihre Prognosen kundtaten, zählte unter anderem Steve Leibson, Vice President und Chief Analyst von MicroDesign Resources (MDR), einem renommierten Marktforschungsunternehmen, das unter anderem den kostenpflichtigen Microprocessor Report herausgibt.

Aufgeteilt in acht Marktsegemente, erwarten Leibson und sein Team die folgenden Entwicklungen:

PC-Prozessoren: Intels Pentium 4 soll auch 2001 der schnellste PC-Prozessor sein, die für das vierte Quartal 2001 erwartete 0,13-Mikron-Version – Codename Northwood – benötigt allerdings laut Analysten eine "ausgeglichene" Leistung, womit wohl eine der Taktrate entsprechende Rechenleistung gemeint ist.

Notebook-Prozessoren: Intel wird laut Prognose den ersten 1-GHz-Notebook-Prozessor vorstellen und den Markt gegen Ende des Jahres mit seinem 0,13-Mikron-Prozessor Tualatin weiterhin dominieren.

Workstation- / Server-Prozessoren: Neue Prozessoren in diesem Bereich sollen noch skalierbarer werden, für Anwendungsgebiete von Textverarbeitung bis Broadcasting, und mit neuen Features für sichere Distribution von Inhalten sorgen. Ebenso werden sie, so die Analysten, die Entwicklung von dedizierten Speichersystemen unterstützen.

Netzwerk-Prozessoren: Sie sollen das am schnellsten wachsende Segment der Mikroprozessor-Industrie werden, aber die Hersteller von Netzwerk-Hardware würden wahrscheinlich noch die nächsten zwei oder drei Jahre damit verbringen, bis sie die korrekte Rolle dieser Komponenten in ihren Systemen erkannt haben. Für 2001 erwarten die Analysten eine Marktbereinigung durch Aufkäufe und Pleiten von Netzwerk-Chip-Herstellern.

Media-Prozessoren: Schlüsseltrends des Marktes für Media-Prozessoren sollen der Wachstum von digitalem Fernsehen und die Ausbreitung von multimedialer Digitaltechnologie bei der Unterhaltungselektronik werden, z.B. durch digitale Videorekorder, Videokonferenzsysteme, Stereoanlagen und mobile Multimedia-Geräte.

Hochintegrierte Prozessoren: Alte Architekturen werden wahrscheinlich durch neue ersetzt, deren Taktraten auf minimalen Stromverbrauch optimiert sind. Für den boomenden Markt für Information bzw. Internet Appliances soll maßgeschneiderte Hardware und Software zur Priorität werden.

Digitale Signal-Prozessoren (DSPs): Datenfunk der dritten Generation (3G), wie z.B. GPRS und UMTS, soll zur "heißen" neuen Anwendung werden, während das Rennen nach höheren Taktraten unvermindert anhält.

Embedded (eingebettete) Prozessoren: Viele Anbieter von Embedded Prozessoren werden dem Trend in Richtung höherer Leistung und niedrigem Stromverbrauch folgen und auf 0,13-Mikron-Fertigungstechnologie wechseln. Weitere Multi-Kern-Geräte für High-end-Anwendungen sollen vorgestellt werden, während Java anfängt, eine größere Rolle insbesondere im Wireless-Bereich anzunehmen.

Zu den neuen, in absehbarer Zeit einsetzbaren Fertigungstechnologien zählen unter anderem eine von der University of Cambridge entwickelte Technologie zum Aufsprühen von Transistoren, mit deren Hilfe 5-Mikron-Polymer-Transistoren auf verschiedenste Oberflächen aufgetragen werden können. An der University of California-Irvine wurde zudem eine Nanofabrikations-Technik entwickelt, die eine Herstellung von 15-nm Molybdän-Leitungen erlaubt.


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