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Internet holt das Klassenzimmer ans Krankenbett

Projekt zur psychosozialen Versorgung von an Krebs erkrankten Kindern

Die Universität Bonn hat mit einem besonderen Projekt zur psychosozialen Versorgung von an Krebs erkrankten Kindern begonnen: Damit betroffene Kinder und Jugendliche während ihrer stationären Chemotherapie zumindest den visuellen Kontakt zu ihrer Schule halten können, wird das Klassenzimmer mit geringem Kostenaufwand per Internet und Kamera vor Ort in das Krankenzimmer geholt.

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Schule in der Kinderkrebs-Klinik
Schule in der Kinderkrebs-Klinik
Damit soll das Unterrichtsgeschehen im Klinikzimmer und der dort aktuelle Wissensstoff vom Patienten mitverfolgt bzw. erarbeitet werden können. Zudem soll das Schulkind in der Klinik so auch am Schulalltag bzw. am Geschehen in der Klasse teilnehmen können und bleibt auch während einer über Monate andauernden Langzeittherapie mit dem Klassenverband enger verbunden.

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Die Klasse schließlich soll über die Vernetzung soziale Verantwortung praktizieren können. Allerdings dürfte dieser Bereich noch ausbaufähig sein, eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme per Text- oder Voicechat ist nämlich noch nicht gegeben. Dafür fallen an laufenden Kosten allerdings lediglich der Aufwand für den Auf- und Abbau der Videokamera in der jeweiligen Schule und die normalen Kommunikationsgebühren an.

"Das Projekt ist ein Meilenstein in der psychosozialen Versorgung unserer Patienten", erklärte der zuständige Abteilungsleiter Professor Dr. Udo Bode. Die hämatologisch-onkologische Abteilung des Zentrums für Kinderheilkunde der Universität hatte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis für Tumor- und Leukämieerkrankte Kinder e.V. Bonn initiiert.

Die anstrengende Chemotherapie wird über Monate in Blöcken verabreicht. Die Patienten werden während ihres Klinikaufenthalts von einer besonders ausgebildeten Lehrerin einzeln oder in der Gruppe unterrichtet. Der Unterricht im Krankenhaus ist allerdings in der Regel auf die Kernfächer beschränkt. Vor allem fehlte bislang die Einbindung in den Klassenverband und das Klassengeschehen. Das Bonner Modellprojekt soll dazu beitragen, dass die jungen Patienten trotz Krebserkrankung das Klassenziel erreichen und den Kontakt zu den Mitschülern halten können.

Als erste Schule konnte die Tomburg-Realschule in Rheinbach mit der Klinik direkt vernetzt werden. In der onkologischen Abteilung der Uni-Kinderklinik sollen in der Ausbauphase bis zu 15 mit Schulen vernetzte Arbeitsplätze entstehen.

Ansprechpartner:
Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Bonn, Abteilung Hämatologie/Onkologie, Prof. Dr. Udo Bode, Adenauerallee 119, 53113 Bonn, E-Mail:

, Renate Pfeifer (Projektleitung) Telefon: +49 (0)228/287-3236.

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