T-Mobil startet netzweiten GPRS-Betrieb am 1. Februar
Der deutsche Gesamtmarkt wuchs im gleichen Zeitraum um 104 Prozent von 23,5 auf 48 Millionen Teilnehmer. "Damit sind wir einmal mehr schneller als der Markt gewachsen und haben den Abstand auf Vodafone D2 auf ein Minimum reduziert", stellte der Vorsitzende der T-Mobil-Geschäftsführung, René Obermann, am Dienstag in Bonn fest. Der Marktanteil von T-D1 blieb konstant bei knapp 40 Prozent.
Für das laufende Jahr rechnet T-Mobil mit einer Abschwächung des Wachstums. Dennoch sollte am Jahresende die Marke von 60 Millionen Mobilfunk-Kunden in Deutschland überschritten sein. "Wir rechnen Ende des Jahres mit einer Marktpenetration deutlich jenseits der 70 Prozent", so Obermann weiter.
Einen wahren Boom verzeichnete im vergangenen Jahr auch die mobile Datenkommunikation. So stieg die Zahl der über das T-D1-Netz übermittelten Kurznachrichten von rund 300 Millionen im Dezember 1999 auf rund 650 Millionen im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Insgesamt wurden im Jahr 2000 mehr als 5,5 Milliarden Kurznachrichten via T-D1 transportiert. Zuwächse vermeldete T-Mobil auch bei der Zahl der WAP-Nutzer, die bei T-D1 im letzten Quartal 2000 erstmals die Millionengrenze überstieg.
Die Netzinvestitionen für das abgelaufene Jahr bezifferte Obermann mit rund 1,5 Milliarden Mark. Die Zahl der Antennenstandorte wurde im Jahr 2000 von 11.400 auf 15.000 erhöht.
Für den 1. Februar kündigte Obermann den kommerziellen Startschuss für den bundesweiten GPRS-Betrieb an. Rund 300 Millionen Mark hat T-Mobil in die Einführung der neuen Technik investiert. Anstatt der zeitlichen Taktung wird es mit GPRS erstmals eine primär volumenbasierte Abrechnung der übertragenen Datenmengen geben. Die Kosten für die Übertragung liegen je nach gewähltem Tarifmodell zwischen 19 und 69 Pfennigen pro 10 Kilobyte. Hinzu kommt entweder eine tägliche Einwahlgebühr oder ein monatlicher Grundpreis.
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