Intershop: Stellenabbau um 30 Prozent in den USA
Weitere Einzelheiten des globalen Restrukturierungsprogramms sollen am 31. Januar 2001 bekannt gegeben werden, wenn Intershop seine vollständigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2000 veröffentlicht.
"Wir sind entschlossen, die Effizienz weltweit zu verbessern, um möglichst schnell wieder profitabel zu werden" , sagte Stephan Schambach, Vorstandsvorsitzender von Intershop. "Der US-Markt ist ein integraler Bestandteil unserer globalen Wachstumsstrategie, und die Reorganisation wird uns helfen, uns dort noch stärker auf den Vertrieb im Enterprise-Markt zu konzentrieren, eine bessere Durchdringung in unseren Schlüsselmärkten zu erreichen und unser Netzwerk von strategischen Partnern auszubauen."
Gemäß der vorläufigen und ungeprüften Quartalsergebnisse erwartet Intershop einen Umsatz zwischen 28 und 30 Millionen Euro sowie einen Nettoverlust zwischen 30 und 32 Millionen Euro.
Ursprünglich hatte Intershop einen Umsatz von 40 bis 50 Millionen Euro für das vierte Quartal angepeilt. Der gegenüber den Erwartungen geringere Umsatz sei dabei im Wesentlichen auf die Verlangsamung von IT-Investitionen und eine Verlängerung der Vertriebszyklen zurückzuführen, so Intershop. Vor diesem Hintergrund hätten viele Unternehmen die für das vierte Quartal erwarteten E-Commerce-Investitionen auf das Jahr 2001 verschoben. Für das Gesamtjahr 2000 erwartet die Gesellschaft einem Umsatz zwischen 121 und 123 Millionen Euro. Der Nettoverlust für das Jahr 2000 liegt voraussichtlich zwischen 37 und 39 Millionen Euro bzw. zwischen 0,44 und 0,47 Euro je Aktie.
Der Hauptsitz des 1992 gegründeten Unternehmens befindet sich in San Francisco. Intershop ist mit weiteren Niederlassungen in Deutschland, den USA, Frankreich, Australien, Kanada, Brasilien, Schweden, Finnland, Korea, Japan, Hongkong, Singapur, Taiwan und Großbritannien vertreten.