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Studie: M-Commerce in Europa wiegt UMTS-Kosten nicht auf

Während die 26 befragten Mobilfunkbetreiber davon ausgehen, dass die neuen Umsätze aus mobilen Internetdiensten den Rückgang wettmachen werden, sieht Forrester die Entwicklung weniger optimistisch. Umsätze für Internetzugang, -inhalte, -handel, -werbung, -Lokalisierungsdienste und andere mobile Dienstleistungen werden mit 106 Euro je Abonnent und Jahr aus Forrester-Sicht die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Sie können höchstens 60 Prozent des Ausfalls traditioneller Umsätze auffangen. Es bleibt eine ARPU-Differenz von 69 Euro.

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Um herauszufinden, ob die Betreibergesellschaften trotz des ARPU-Verfalls noch Gewinne erwirtschaften können, hat Forrester den Betriebsgewinn eines etablierten europäischen Anbieters bis zum Jahr 2015 errechnet. Der Zeitraum umfasst die typische Geltungsdauer einer UMTS-Lizenz. Werden konservative Schätzungen für Kosten und Umsatz zu Grunde gelegt, beginnt der Betriebsgewinn nach Berechnungen von Forrester im Jahr 2003 zu schrumpfen, rutscht 2007 in die Verlustzone und erholt sich nicht vor dem Jahr 2013. Die Frage nach dem 'Warum' ist leicht beantwortet: Die mobile Penetration der Bevölkerung erreicht im Jahr 2005 mit 76 Prozent ihren Sättigungspunkt. Die Marketingkosten und der Wettbewerb verharren jedoch ebenso auf hohem Niveau wie die Churn-Rate.

"Wenn trübe Gewinnaussichten und hoher Finanzbedarf ihren Tribut verlangen, wird Größe zum Schlüsselfaktor", ist Godell überzeugt. Die überlebenden Unternehmen werden sich nach seiner Ansicht deshalb in fünf Gruppen zusammenschließen. Vodafone, T-Mobile, France Telecom/Orange und BT Cellnet werden sich fast sicher auf der Gewinnerseite finden. Sie haben bereits jetzt eine signifikante paneuropäische Präsenz vorzuweisen und sind kaum von einem Fehlschlag bedroht, so Forrester. KPN, Telefónica, Telecom Italia oder die japanische NTT DoCoMo dürften ebenfalls gute Aussichten auf ein Überleben in der Gruppe haben. Dominante Marktgrößen in kleineren Märkten wie Norwegen oder Schweden müssen bis zum Jahr 2008 den Schulterschluss mit den genannten Gruppierungen suchen, um ihrerseits die Konsolidierungsphase zu überstehen. "Auf diese Weise wird kein einziger wirklich unabhängiger Anbieter mehr auf dem Markt übrigbleiben", meint der Forrester-Analyst.

"Wir rechnen nicht damit, dass irgendeines der neuen Unternehmen, die nach dem Erwerb einer UMTS-Lizenz auf den Markt drängen, das Jahr 2007 überleben wird", stellt Godell abschließend fest. Betreibergesellschaften aus der zweiten Reihe aus Ländern mit hohen Lizenzkosten wie Großbritannien oder Deutschland wiederum werden so schnell ohne finanzielle Polster dastehen, dass sie diese zeitliche Hürde erst gar nicht mehr zu überwinden brauchen. Ihr ARPU wird schneller sinken als der der nationalen Wettbewerber. Angesichts von ARPU-Rückgängen von bis zu 43 Prozent im Jahr 2005 werden selbst dominante Marktgrößen in Skandinavien, Irland und Österreich mit dem Untergang zu kämpfen haben, so Forrester.

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