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Lava - Programmieren im Lego-Stil

GMD-SIT entwickelt einfache Programmiersprache. Der Bedarf an neuer Software wächst rapide. Doch die Entwicklung neuer Programme ist oft aufwendig und braucht vor allem Zeit. Das soll die neue objekt-orientierte Programmiersprache Lava ändern, die seit einiger Zeit am Darmstädter GMD-Institut für Sichere Telekooperation (SIT) entwickelt wird.
/ Jens Ihlenfeld
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Lava und die zugehörige Programmierumgebung LavaPE unterstützen einen Lego-artigen Ansatz, bei dem die Programme quasi aus Bausteinen zusammengesetzt werden. Bausteine sind dabei einzelne programmiersprachliche Anweisungen und Ausdrücke, komplette wiederverwendbare oder anpassbare Programm-Muster (Design Patterns) und gebrauchsfertig vorfabrizierte Programm-Komponenten.

Zugleich ist Lava eine sehr kleine, kompakte und daher leicht erlernbare Programmiersprache mit einer überschaubaren Menge unterschiedlicher Ausdrucksmittel, die alle durch Buttons auf der Benutzeroberfläche von LavaPE dargestellt werden. Man muss keine komplexe Sprachsyntax lernen und beim Programmieren peinlich genau einhalten. Nur noch für Kommentare, Konstanten und neue Bezeichner muss man Text eingeben.

Die Entwickler von Lava, Dr. Klaus Günther und Irmtraut Günther vom SIT, sehen als wichtigen Vorteil von Lava, dass nur ein Bruchteil der bisher nötigen Schreibarbeit beim Programmieren anfällt. Programmierfehler, etwa Klammerungsfehler, können nicht mehr vorkommen, andere werden sofort gemeldet. Vorgefertigte Komponenten und anpassbare Programm-Muster sind wiederverwendbar. Die resultierenden Programme bestehen daher großteils aus bewährten Bausteinen und sind dadurch wesentlich verlässlicher. Zudem sind die vielen kleinen, überschaubaren Bausteine schneller herzustellen und leichter zu warten.

Lava ist allerdings noch in einem sehr frühen Stadium und es arbeiten nur zwei Personen daran. Die Entwickler hoffen, dass sich viele interessierte Informatiker mit Lava beschäftigen und es in Gemeinschaftsarbeit, ähnlich wie Linux, zu einem mächtigen Werkzeug weiterentwickeln. Dazu haben sie eine Internet-Seite(öffnet im neuen Fenster) eingerichtet, von der Lava und LavaPE geladen werden können. Dort bieten sie auch eine detaillierte Online-Dokumentation an.


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