Spieletest: Gunman Chronicles - Half-Life geht weiter
Neuer Ego-Shooter von Sierra. Herausragende Grafik, packende Atmosphäre und ein überaus gelungenes Spieldesign waren nur einige der Argumente, die Half – Life vor mehr als zwei Jahren zu einem absoluten Spiele-Klassiker machten. Mit Gunman Chronicles steht nun seit kurz vor Weihnachten der Quasi-Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters in den Regalen.
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Die Entstehungsgeschichte von Gunman ist alles andere als typisch: Ein virtuelles, übers Internet organisiertes "Hobby"-Entwicklerteam namens Rewolf Software hatte sich zunächst zusammengefunden, um eine Multi-Player-Modifikation für Half-Life zu erstellen. Bei Sierra war man von der Arbeit der Entwickler aber derart begeistert, dass das Team von Rewolf vertraglich verpflichtet und mit der Erstellung eines kompletten Single-Player-Action-Spiels beauftragt wurde.
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Die Story des Spieles weist somit verständlicherweise die eine oder andere Parallele zum bekannten Mega-Seller auf: Als Major Archer muss man zu Beginn nach einer verschollenen wissenschaftlichen Expedition auf einem unbekannten Alien-Planeten namens Banzure Prime suchen. Dort wird man allerdings unerwarteterweise von einer Horde unbekannter Außerirdischer, den Xenomes, angegriffen, die zu einer gefährlichen Eroberungsreise im Weltall ausgezogen sind.
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Im ausführlichen Tutorial, das auf geniale Art und Weise bereits in das Spielgeschehen integriert ist, wird man mit den grundlegenden Fortbewegungsarten und den vielen verschiedenen Waffentypen bekannt gemacht, die angefangen bei simplen Feuerwaffen bis hin zu schweren Granattypen oder der gelegentlichen Fahrt mit einem Panzer alles bieten, was den Waffenfreund erfreuen dürfte.
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Der Spielablauf ist dem von Half-Life nahezu identisch: Man schleicht und schießt sich durch eine Vielzahl von fantasievoll konstruierten Levels, muss gelegentlich die typischen Schalter-Rätsel lösen und erschrickt nicht gerade selten über plötzlich auftauchende Monsterscharen oder ähnliche Überraschungen. Die beeindruckende Feind-KI mit Gefahrenerkennung und koordiniertem Gruppen- und Angriffsverhalten kann dabei auf ganzer Linie überzeugen und trägt einiges zur dichten Atmosphäre bei.
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Grafisch ist es einerseits beeindruckend, was aus der ja bereits älteren Half – Life-Engine noch herauszuholen ist, andererseits kann Gunman natürlich der optischen Qualität der Q3-Engine nicht das Wasser reichen. Freuen werden sich aber die Besitzer älterer Rechner: Bereits ab einem P 133 mit 16 MB RAM darf man die Alienjagd eröffnen.
Fazit: Wenn Gunman auch nicht ganz an die grandiosen Schockmomente und die düstere Atmosphäre von Half-Life heranreicht – dafür weist die Story einfach vor allem zum Ende hin zu viele Lücken auf – ist es doch beeindruckend, wie schnell auch hier die Sucht wieder vom Spieler Besitz ergreift. Ein ausgeklügelter Spielablauf mit vielen Überraschungen und eine technisch gelungene Umsetzung machen Gunman Chronicles zu einem würdigen Nachfolger der Half-Life-Saga.