CES: Bill Gates zeigt die Xbox
Die endgültigen technischen Daten der Xbox sehen nun wie folgt aus:
- 250-MHz-Grafikprozessor von NVidia; Leistung: 125 Millionen einfache Polyone/Sekunde. Füllrate von 4 Gigatexeln/Sekunde bei bis zu 2 Texturen.
- Intel-733-MHz-Prozessor.
- Xbox Media Processing Chip; Zuständig z.B. für Sound mit 256 2D- und 64 3D-gleichzeitigen Stimmen, sowie Surroundsound-Unterstützung inkl. Dolby-AC3-Encoding.
- 64 MB DDR-RAM (Unified Memory Architektur)
- 8-GB-Festplatte; Einsatz als Cache für das langsamere DVD-Laufwerk.
- DVD-Laufwerk (Front Loader, 2-5fach Lesegeschwindigkeit); DVD-Spielfilmwiedergabe per optionaler Fernbedienung und Software.
- Vier Game Controller Ports (für Multiplayer Gaming und Zubehör wie z.B. Headsets (Kopfhörer/Mikrofon-Kombination).
- Multisignal Audio-Video Connector; für einen schnellen Anschluss an den Fernseher.
- 10/100-MBit-Ethernet-Port; für Online-Spiele per Breitband (DSL/Kabelmodem).
Bei den Force-Feedback-Controllern scheint sich Microsoft besondere Mühe gegeben zu haben: Der mitgelieferte Controller verfügt über ein 8-Wege-Steuerkreuz (D-Pad), zwei analoge Joysticks, zwei analoge Zeigefinger-Trigger und sechs bunte, analoge Feuerknöpfe, die auch auf die Stärke eines Drucks reagieren, zwei Slots für Memory Cards und andere Zusatzgeräte. Zusätzlich verfügt der Controller über ein ca. 3 Meter langes Kabel, mit dem der Spieler alle Bewegungsfreiheit hat und die Konsole "bequem von seinem Lieblingssessel aus" kontrollieren kann, so Microsoft.
Erste Entwicklerkits liefert Microsoft bereits seit August 2000 aus, im Nobember kamen dann noch einmal neue hinzu, begleitet durch ein Programm zur Unterstützung von unabhängigen Spieleentwicklern, die noch keinen Publisher gefunden, jedoch vielversprechende Titel in Arbeit haben. Bei den großen Spieleentwicklern und -publishern hat Microsoft – seine eigene, erfolgreiche Games Division eingeschlossen – bereits alles für die Xbox zusammengetrommelt, was Rang und Namen hat. Dazu zählen auch einige, die sich bisher hauptsächlich um Windows-PCs oder ausschließlich um Konkurrenz-Spielekonsolen gekümmert haben, letzteres trifft z.B. auf Konami zu. Insgesamt sollen über 200 Spieleentwickler für die Xbox Spiele entwickeln. Damit darf man mit aufregenden, hochqualitativen Spielen gleich zur Markteinführung rechnen.
Ob Microsoft mit der Xbox jedoch die Marktführerschaft vom Arbeits- auf das Wohnzimmer ausweiten kann, wird sich erst zeigen, wenn alle Widersacher auf dem Markt sind. Sowohl das nun massiv zum Online-Spiel drängende Sega Dreamcast, die nun weltweit mit Einschränkungen verfügbare Sony PlayStation 2, als auch Nintendos noch 2001 auf den Markt kommender Gamecube bieten alle ihre Vor- und Nachteile für die verschiedenen Altersgruppen. Während Xbox und PS2 auch in anderen Unterhaltungsbereichen wildern und beispielsweise als DVD-Player einsetzbar sind, konzentrieren sich die Dreamcast und der Gamecube ausschließlich aufs Spielen. Welche Konsole in den nächsten Jahren erfolgreich sein wird, ist jetzt noch nicht abzusehen. Eines zumindest ist sicher: Der Konsolenmarkt wird 2002/2003 turbulent und heiß umkämpft sein, was für den Kunden nur gut ist, sofern er sich für das System seiner Wahl entscheiden kann und nicht ratlos vor der großen Auswahl verharrt...
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