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TransGaming.com: Bald Direct3D für Linux

Aktuelle Windows-Spiele sollen mittels Wine unter Linux laufen

Die von den Wine-Mitentwicklern Gavriel State und Vikas Gupta gegründete Firma TransGaming will aktuelle Computerspiele für Windows auch unter Linux laufen lassen. Dazu habe man die DirectX APIs basierend auf dem Wine-Projekt neu geschrieben und man will so ein vollständiges Direct3D-7- API unter Linux zur Verfügung stellen.

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Zwar ist man noch ein bisschen von der Fertigstellung entfernt, doch hat man erste Teile des Codes am 27. Dezember auf der eigenen Webseite offengelegt. Erste Spiele wie Sacrifice von Shiny Entertainment laufen damit bereits unter Linux, wie auch der 3D-Benchmark 3DMark2000 von MadOnion.com. Entsprechende Screenshots finden sich auf der Website von TransGaming.com.

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Allerdings geht TransGaming.com bei der Lizenzierung etwas ungewöhnliche Wege: So will man zunächst einige Teile des Codes, darunter DirectDraw, unter der Wine-Lizenz veröffentlichen und in den WineHQ-Baum stellen. Der restliche Code steht zunächst unter der strengeren Aladdin Free Public License. Ab 2001 will man zudem einen Abo-Service anbieten, dessen Abonnenten mitentscheiden können, auf welche Spiele sich die Entwickler konzentrieren sollen. Finden sich genug Abonnenten für einen Titel, werden entsprechende Diffs ebenfalls unter der Wine-Lizenz veröffentlicht. So will man einerseits an der Entwicklung verdienen und andererseits selbige dennoch möglichst frei verfügbar machen.

Dabei hat TransGaming.com nach eigenen Angaben bereits die meisten D3D-Features für Linux umgesetzt, darunter Multitexturing, Stencil Buffers (Schatteneffekte), Alpha Blending und Fog. Allerdings arbeitet man z.B. noch an der Umsetzung und Optimierung des D3D Vertex Buffer im Video-Speicher für den schnellen Zugang zu Hardware-T&L.

Bei Wine handelt es sich um ein Open-Source-Projekt, das Microsofts Windows-APIs unter Linux verfügbar machen will. So lassen sich normale Windows-Applikationen auch unter Linux verwenden. Zwar ist Wine noch ein ständiges Alpha-Release, dennoch lassen sich mit den aktuellen Versionen viele Applikationen unter Linux fahren, einschließlich Microsoft Office und dem Internet Explorer. Da Wine keine Windows-Plattform ist oder wie VMware einen virtuellen PC emuliert, sondern lediglich die benötigte Umgebung für die Windows-Programme zur Verfügung stellt, laufen die Applikationen nicht unbedingt langsamer als unter Windows und lassen sich komplett in den Linux-Desktop integrieren.

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