Online-Schaufensterbummel beflügelt traditionelles Geschäft

Online-Bummler werden 7,5 Milliarden Euro offline ausgeben

Der klassische Handel in Europa wird die Früchte aus dem Online-Einkaufsbummel ernten. Dies zeigen Forschungsergebnisse von Jupiter Research, einem Unternehmen von Jupiter MMXI.

Artikel veröffentlicht am ,

Da sich im Laufe der Weihnachtszeit viele Surfer im Internet informieren, aber nichts kaufen, wird der reale Handel mit 7,5 Milliarden Euros vom Schaufensterbummel im Internet profitieren. Zudem wird das Weihnachtsgeschäft ans Licht bringen, wie wenig entwickelt die Kooperation zwischen den Websites der Händler und ihren realen Verkaufsstätten ist, meint Jupiter. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Internet die Offline-Ausgaben stärker beeinflusst als die Online-Ausgaben. Während 25 Prozent der 80 Millionen Surfer in Europa im Internet einkaufen werden, werden 36 Prozent dieser Personen das Internet im November und Dezember nutzen, um nach Geschenken zu stöbern. Ihre Einkäufe werden diese 31 Millionen Einkaufsbummler jedoch in realen Geschäften tätigen und dort rund 7,5 Milliarden Euro ausgeben, d.h. mehr als viermal so viel wie online. Die Prognosen von Jupiter für die Weihnachtsumsätze im Web belaufen sich auf 1,7 Milliarden Euros, was 32 Prozent der gesamten Online-Einkäufe für das Jahr 2000 ausmachen soll.

Inhalt:
  1. Online-Schaufensterbummel beflügelt traditionelles Geschäft
  2. Online-Schaufensterbummel beflügelt traditionelles Geschäft

"Der traditionelle Handel kann den zunehmenden Einfluss des Internets auf das Einkaufsverhalten in der realen Welt nicht ignorieren. Von den Personen, die online nur bummeln, kann der elektronische Handel nicht profitieren, wohl aber die klassischen Geschäfte. Diese können das Surfverhalten für sich nutzen, indem sie ihr Online- und Offline-Angebot aufeinander abstimmen und integrieren", sagt Nick Jones, Senior Analyst von Jupiter Research.

Nick Jones legt dar, dass der klassische Handel zwar elektronische Geschäfte eröffnet hat, die Integration von Website und realem Geschäft in wichtigen Bereichen aber häufig nicht befriedigend ist. Oft sei es für Konsumenten nicht möglich, ein Produkt online auszuwählen und zu prüfen, ob es im Laden nebenan verfügbar ist - ein großes Anliegen der Konsumenten in der Vorweihnachtszeit. Darüber hinaus sind die Rückgaberechte für online gekaufte Produkte auf das Web beschränkt und können vom Verkaufspersonal kaum umgesetzt werden.

Nach wie vor stellen Sicherheitsbedenken von Personen, die noch nie im Internet eingekauft haben, eine Zugangsbarriere dar. Ladenbesitzer müssen zudem vermitteln, dass die Preise im Internet nicht immer günstiger sind.

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Online-Schaufensterbummel beflügelt traditionelles Geschäft 
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