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Jetzt auch Ärger für Yahoo Deutschland wegen Naziauktionen?

Zentralrat der Juden in Deutschland prüft

Wie in Frankreich droht jetzt auch in Deutschland dem Portalbetreiber Yahoo Ärger wegen Versteigerungen von Nazi-Memorabilien auf der amerikanischen Auktionsseite des Unternehmens.

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Nach Focus-Informationen prüft der Zentralrat der Juden in Deutschland, ob man gegen solche Angebote klagen wird, so Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, gegenüber Focus.

In Frankreich, wo das Unternehmen ebenfalls eine Niederlassung hat, wurden empfindliche Geldstrafen angedroht, sollten weiterhin französische Surfer auf die amerikanische Auktionsseite zugreifen können.

Friedman forderte, dass eine Sperrung auch in Deutschland erfolgen soll, wenn dies technisch möglich ist.

Die französische Justiz entschied, dass in drei Monaten französische Surfer nicht mehr derartige Auktionsangebote einsehen dürfen - d.h. Yahoo muss Mittel und Wege finden, entsprechenden Surfern den Zugriff auf Teile seines US-Angebotes unmöglich zu machen. Praktikabler wäre es natürlich, derartige Auktionen zu unterbinden.

Zur Klage gebracht wurde die Sache in Frankreich durch die Vereinigung jüdischer Studenten und der internationalen Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA).

Auf den amerikanischen Auktionsseiten von Yahoo werden Nazi-Relikte aufgelistet, die von Privatpersonen und Händlern vornehmlich aus den USA, aber auch aus Großbritannien dort angeboten werden.

Zurzeit werden unter dem Stichwort "Nazi" einige Hundert Faschisten-Memorabilia angeboten, vor allem Orden, Messer und Fahnen, Fotos und Uniformteile.


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