Planet Project: Umfrage wird verlängert
3Com-Geschäftsführer Thomas Peters: "Durch das Planet Project ist so etwas wie ein globaler Dialog entstanden. Wir haben uns entschlossen, dies nicht einfach nach nur dreieinhalb Tagen abzubrechen."
Mit dem Planet Project wurde sowohl technisch als auch aus wissenschaftlicher Sicht Neuland betreten. So liefert das Projekt zum Beispiel interessante Erkenntnisse für künftige Konzepte digitaler Demokratie. Bernad Batinic, Wirtschafts- und Sozialpsychologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: "Mit dem Planet Project hat nicht nur die bislang größte Meinungsumfrage im Internet stattgefunden, mit Unterstützung der Planet Pollster ist es auch erstmals gelungen, Meinungen und Ansichten von Menschen aus der ganzen Welt zusammenzuführen."
Neben der Umfrage im Internet sorgten rund 500 freiwillige Helfer als so genannte Planet Pollster (engl. Poll = Umfrage) dafür, dass auch Menschen teilnehmen konnten, die über keinen eigenen Internetzugang verfügen. In entlegenen Regionen der Welt wie dem Amazonas-Gebiet, der afrikanischen Savanne, in Pakistan, Sibirien, Papua-Neuguinea und auf der Chinesischen Mauer waren Interviewer mit Laptop, PDA und Satellitentelefon unterwegs.
Die gesammelten Daten wurden direkt an "Mission Control", das technische Herz des Planet Project im kalifornischen Santa Clara, übermittelt. Darüber hinaus führten weltweit mehrere tausend 3Com-Mitarbeiter mobile Interviews durch, in Deutschland unter anderem in Berlin, München und (sic!) auf der Zugspitze.
"Bei der Datenanalyse geht es nicht in erster Linie um Repräsentativität, sondern um Trends, die Denkanstöße liefern und die Auseinandersetzung mit anderen Menschen fördern" , erklärt dazu Thomas Peters.
Aus aktuellem Anlass entschlossen sich die Initiatoren am 17. November, ein Fragenmodul zu den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten zu ergänzen. Innerhalb kürzester Zeit lag dieses Modul in der Gunst der Umfrageteilnehmer ganz oben.
Die Antworttrends zur US-Präsidentschaftswahl zeigen weltweite Gemeinsamkeiten. So herrscht Einigkeit unter den Umfrageteilnehmern, dass der Kampf um die Stimmen den künftigen Präsidenten schwächen wird. Gerade in Deutschland halten viele Umfrageteilnehmer die Situation für unverständlich und lächerlich.