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Uni Heidelberg baut Funkzellen für Notebooks auf (Update)

Studenten und Professoren ab Anfang 2001 drahtlos vernetzt

Mitarbeiter und Studenten der Uni Heidelberg können bald zwischen verschiedenen Bereichen der Universität "wandern", ohne beim Internet-Zugriff an einen festen Arbeitsplatz gebunden zu sein. Langfristig soll das Datennetz der Universität ein Funknetz erhalten, das die meisten Gebiete auf dem Uni-Gelände und der unmittelbaren Umgebung abdeckt.

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Obgleich der Ausbau aller Gebäude der Universität Heidelberg mit einer modernen EDV-Infrastruktur noch nicht vollständig abgeschlossen ist, werden inzwischen Anforderungen an so genannte "Funkzellen" im Universitätsdatennetz "HD-Net" gestellt. Im Gebäude des Universitätsrechenzentrums wird zurzeit eine solche Funkzelle aufgebaut, die Ende Januar den Nutzern des HD-Net angeboten werden soll.

Die Funkvernetzung in Form eines Wireless LAN macht vor allem für Notebooks Sinn. Die Übertragungsgeschwindigkeit soll mit maximal 8 MBit/s deutlich niedriger als bei regulären Kabelverbindungen sein, zumal die zur Verfügung stehende Bandbreite auch noch mit allen Teilnehmern geteilt werden muss. Die verbleibende Bandbreite soll allerdings immer noch über der von heimischen Modem- oder ISDN-Anschlüssen liegen.

Wenn der neue Service verfügbar ist, sollen Funknetzkarten für Notebooks während der Öffnungszeiten des Universitätsrechenzentrums (URZ) der Uni Heidelberg auszuleihen sein, aber auch eigene Funknetzkarten sollen erkannt und zugelassen werden. Ebenso ist daran gedacht, freie 10-Mbit-Netzanschlüsse für Geräte mit entsprechenden Netzwerkkarten in den Terminalräumen des URZ anzubieten - sofern man eine freie Dose finden kann. Nutzer des Funknetzes haben hier also weniger Stress zu erwarten, da sie keine Dose brauchen.

Um sicherzustellen, dass nur registrierte Benutzer der Universität ins Funknetz gelangen, wird nur den im URZ auszuleihenden oder den von Nutzern verbindlich registrierten Funknetzkarten der Zugriff auf den DHCP-Server erlaubt. Dazu dienen die unveränderlichen Hardwareadressen der Netzkarten. Die Uni plant, die damit anfallenden administrativen Aufgaben möglichst ohne zusätzlichen Personalaufwand zu ermöglichen. In Anbetracht dessen, dass im Moment noch nicht alle der 30.000 am URZ registrierten Benutzer ein Notebook besitzen dürften, sollte allerdings in der Anfangsphase noch nicht zu viel Arbeit auf die URZ-Verwaltung zukommen.

Sollte das angestrebte Verfahren funktionieren, die oben genannten Probleme - neben weiteren Sicherheitsaspekten - gelöst werden und auch für Benutzer ohne langjährige PC-Betriebssystemerfahrung anwendbar sein - dann kann diese Lösung auch anderen Instituten angeboten werden. Das Konzept ist so angelegt, dass die Einführung von Funkzellen an den über 100 Instituten nur noch durch den finanziellen Aufwand für die Geräte gebremst wird und nicht den 100fachen Aufwand für den Betrieb erfordert. Langfristig erhält das Datennetz der Universität damit ein Funknetz, das die meisten Gebiete in der Altstadt und im Neuenheimer Feld abdeckt.

Die Uni Heidelberg ist übrigens nicht die einzige Einrichtung, die an einer Funk-Vernetzung arbeitet: Die Universität Karlruhe beispielsweise baut mit dem Projekt DUKATH (Drahtlose Universität Karlsruhe (TH)) ebenfalls ein eigenes Funknetz auf. DUKATH nutzt zahlreiche Funknetz-Basisstationen, von denen es einen gesicherten Übergang in das kabelgebundene Campus-eigene Netz KLICK und von dort weiter in das Internet gibt. DUKATH soll eine Übertragungskapazität von bis zu 11 Mbit/s erreichen.

"Statt im Terminalraum sitzt Mann oder Frau im Altstadt-Café bei der Arbeit, der HD-Net- und Internet-Anschluss ist immer dabei", schwärmt die Uni-Heidelberg in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Kontakt:
Universität Heidelberg
Universitätsrechenzentrum
Michael Hebgen
Tel. +49 (0)6221 544501, Fax +49 (0)6221 545581
E-Mail:



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