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EMusic mit spezieller Software gegen Napster

Illegale Distribution von Musik soll unterbunden werden. EMusic, kommerzieller Anbieter von digitaler Musik, will in Zukunft User davon abhalten, bei EMusic heruntergeladene Songs über die Musiktauschbörse Napster weiterzugeben. Ab sofort setzt EMusic daher eine Software ein, die bei Napster angebotene Songs nach ihrer Herkunft überprüft.
/ Thorsten Wiesner
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Sobald ein User über Napster Songs anbietet, die eigentlich von EMusic stammen, soll die speziell für diese Zwecke entwickelte Software von EMusic auf Grund eines so genannten "akkustischen Fingerabdrucks" den Song erkennen. Der Napster-User wird dann darüber informiert, dass die Weitergabe dieses Songs illegal ist und dazu aufgefordert, die jeweiligen Songs nicht weiter anzubieten.

Laut Gene Hoffman, CEO von EMusic, sah man keine andere Möglichkeit mehr, die unerlaubte Verbreitung von Musik zu unterbinden: "Wir haben in den letzten Monaten kontinuierlich versucht, mit Napster eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu erarbeiten. Da sich Napster aber für eine Kooperation nicht bereit zeigte, sehen wir uns gezwungen, nun derartige Maßnahmen zu ergreifen." Sobald Napster eine nutzerfreundlichere Kontrolle anbieten würde, sei man aber ohne weiteres bereit, umzusteigen.

EMusic vertritt etwa 600 unabhängige Plattenfirmen und mehrere Tausend Künstler und besitzt die jeweilgen Exklusivrechte, die Songs im Internet kommerziell zu vertreiben.


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