EU-Klageschrift gegen Tabakkonzerne online abrufbar

EU-Kommission erhebt schwere Vorwürfe gegen Philip Morris und R.J. Reynolds

Nach der bisher unveröffentlichten Klageschrift der EU-Kommission haben Philip Morris und R.J. Reynolds (RJR) alle Register des kriminellen Zigarettenschmuggels gezogen. In dem Dokument, das Spiegel Online nach eigenen Angaben vorliegt, werden die Tabakkonzerne unter anderem beschuldigt, in Drogenhandel und Zigarettenschmuggel verwickelt zu sein.

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Die Klageschrift der EU-Kommission gegen die beiden US-Tabakkonzerne wurde am vergangenen Freitag in New York eingereicht. Auf 188 Seiten tragen Anwälte aus Fort Lauderdale, New York, Madrid und New Orleans im Auftrag der EU-Kommission eine Sündenliste der Tabakunternehmen zusammen, die in der westlichen Wirtschaftskriminalität neue Maßstäbe setzen dürfte.

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"Massiver fortgesetzter Schmuggel", Geldwäsche, betrügerische Benutzung des Post- und Fernmeldewesens in den USA, Bandenkriminalität, verbrecherische Bereicherung, Konspiration, Urkundenfälschung, öffentlicher Schaden und sogar Mord werden in der Klageschrift genannt.

Die EU-Kommission erwartet von ihrer ersten Klage vor einem US-Gericht eine öffentliche Verhandlung, vor allem aber: viel Geld. Nach den US-Gesetzen wird beim Erfolg der Klage nicht nur eine Wiedergutmachung von entgangenen Zöllen, Steuern und Abgaben samt Zinsen fällig, sondern auch ein Strafgeld zu Gunsten des Klägers in dreifacher Schadenshöhe. Damit kämen mehrstellige Milliardensummen in Dollar oder Euro zusammen.

Der EU-Prozess gegen Philip Morris und R.J. Reynolds wird, wenn die Klage von der amerikanischen Justiz angenommen wird, voraussichtlich Jahre dauern.

Die EU-Klageschrift ist als 188-seitiges PDF-Dokument unter http://www.spiegel.de/statichtml/pdf/tobacco.pdf abrufbar.

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