Spieletest: Sat.1 Superball - Frühstücksfernsehen am PC
Gepflegte Langeweile mit großen Bällen. Die interaktive Fernsehshow Superball erfreut sich im Sat.1-Frühstücksfernsehen schon seit längerem recht großer Beliebtheit unter TV-süchtigen Frühaufstehern. Nun bringen Sat.1 und der deutsche Entwickler Software 2000 den Klassiker mit einigen Modifikationen auf den heimischen PC.
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Fiebern Sie auch jeden Morgen mit den Kandidaten – links, rechts – und sind Sie jedes Mal schneller? Nun können all jene, die nie telefonisch durchkommen, zeigen, was in ihnen steckt. Der Classic-Modus steht dem Original aus dem Fernsehen in nichts nach. Der Ball wird per Tastatur oder Joystick nach rechts und links geführt, um den entgegenkommenden Bällen geschickt auszuweichen. Nur läuft eine Minute über 100 reale Sekunden, so dass die Hürde von einer Minute zum Jackpot mit Leichtigkeit genommen wird.
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Aber wie fühlt sich der Moderator, wenn sekundenlang nichts passiert? Auch darauf gibt das Spiel mit dem Moderator-Modus Antwort. Der Spieler verdeckt sich mit einer Maske – nicht im Lieferumfang enthalten – die Augen und wartet auf Kommentare des Computers wie "links, äh... nein rechts!". Das ist an Spannung kaum zu überbieten.
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Mehr Abwechslung in 40 Levels verspricht der Arkade-Modus. Da werden Erinnerungen an alte Plattformspiele wach, in denen etliche Feinde ins Jenseits befördert und das Vehikel mit immer mehr Goodies ausgerüstet wurde. Also begibt sich der Superball auf den Weg mit gefährlichen Widersachern und nur einem Leben. Zum Glück kann man sich mit Schutzschild, Minigun und Missiles den Gegnern und Fallen wie Stacheln, Löchern und brennenden Ölteppichen erwehren.
Dabei ist der Superball ganz nett anzusehen, trotzdem bleibt er hinter den Erwartungen zurück, weil das Spiel schlicht und ergreifend zu eintönig ist. Schon vor Jahren hatten Spiele wie Xenon II mehr Schwung und grafische Finessen.
Fazit: Der Sat.1 Superball gehört wohl zu einem Genre, das schon lange ausgestorben ist. Zwar wurde es, von der Zeitdilatation abgesehen, ohne Fehler umgesetzt, doch ist es dermaßen ereignisarm, dass wirklich nur extreme Liebhaber von bunt gestreiften Bällen länger daran Gefallen finden werden.