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Forschung: GSM-Ortung per Handy für Verkehrsinformationen

TeleTravel System für Verkehrsmanagement untersucht

Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist in den letzten zwei Jahren von Wissenschaftlern aus Braunschweig und Berlin ein Verfahren entwickelt und erfolgreich getestet worden, bei dem Verkehrsinformationen mittels handelsüblicher Handys erfasst werden.

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Das Verfahren basiert auf dem so genannten TeleTravel System (TTS), das aus herkömmlichen Hardware- und neu entwickelten Softwarekomponenten besteht. In einer Pilotstudie konnte neben der technischen Machbarkeit auch die Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmer nachgewiesen werden.

Die Erfassung der Wegedaten von Verkehrsteilnehmern, wie Start- und Endpunkt, Route, Beginn und Ende, Verkehrsmittel und Zweck, erfolgt durch ein System, das aus handelsüblichen und weit verbreiteten technischen Geräten besteht.

Mobiltelefone sowie gewöhnliche EDV-Systeme werden dabei zu einem Gesamtsystem integriert und ermöglichen durch intelligente Software-Applikation die Erfassung der Verkehrsdaten.

Diese Daten erhält man teilweise automatisch, einfach durch Mitführen eines eingeschalteten Mobiltelefons, und teilweise durch manuelle Eingaben des Nutzers.

Im eingeschalteten Handy sind ständig Daten über aktuell empfangene Basisstationen verfügbar, auf deren Grundlage die Position des Verkehrsteilnehmers ermittelt werden kann. Die im Handy anfallenden Daten werden an eine Zentrale versandt und dort ausgewertet.

Schwerpunkt der Auswertung ist die Berechnung der aktuellen Position des Verkehrsteilnehmers. Dafür ist im Rahmen des Forschungsprojektes ein eigenes Ortungsverfahren entwickelt worden, mit dessen Hilfe in Ballungsräumen eine Genauigkeit im Feldversuch von 200 bis 1000 Meter erreicht wird. Die Machbarkeit einer Ortungsgenauigkeit von 50 bis 100 Meter wurde zudem nachgewiesen.

Probleme mit dem Datenschutz gibt es nach Angaben des Ministeriums bei einer TTS-basierten Erhebung nicht. Zum einen werden nur Verkehrsteilnehmer in die Erhebung einbezogen, die ihr Einverständnis vorher erteilt haben, zum anderen können die Personen jederzeit am Mobiltelefon selbst bestimmen, ob Daten an die Zentrale verschickt werden sollen oder nicht.

Um Erfahrungen im praktischen Einsatz zu sammeln und die Akzeptanz des neuen Verfahrens zu beurteilen, wurde ein Praxistest mit 160 Frauen und Männern verschiedener Altersgruppen durchgeführt. Die Probanden registrierten ihre zurückgelegten Wege an drei Tagen mit einem Mobiltelefon und an einem Tag mit einem üblichen Fragebogen.

Künftig soll mit der GSM-Ortung eine zeitnahe und damit aktuelle Stauerfassung ermöglicht werden. Außerdem soll es möglich sein, den ÖPNV-Nutzer über sein WAP-Handy mobil, räumlich und zeitlich aktuell über die Situation, Alternativen und Angebote im öffentlichen Verkehr zu informieren.

Die Gesamtkosten dieses Forschungsprojektes beliefen sich auf 3,4 Millionen Mark, wovon 2,1 Millionen Mark vom BMBF gefördert wurden.


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