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Sonic - Neuer selbstaktualisierender Internet-Wurm entdeckt

Wurm updated sich selber per Internet und spioniert infizierte PCs aus. Der russische Antiviren-Softwarehersteller Kaspersky Lab meldet, dass in Frankreich und Deutschland am Montagmorgen ein neuer Internet-Wurm aufgetaucht ist. Der Sonic getaufte Übeltäter soll sich selbsttätig per Internet um neue Funktionen erweitern können.
/ Christian Klaß
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Der Wurm besteht aus zwei Teilen – dem Lade- und dem Hauptmodul. Kopien des Lademoduls verschickt der Internet-Wurm per E-Mail. Bei Ausführung infiziert er das Betriebssystem, versucht per Internet eine Verbindung mit einer Geocities-Website aufzubauen und dann das Hauptmodul auf dem infizierten PC zu installieren.

Die Download- und Installationsprozedur soll laut Kaspersky Lab wie folgt aussehen:

  1. Der Wurm verbindet sich mit der Geocities-Webseite,
  2. er lädt die Datei LASTVERSION.TXT, in der die Versionsnummer des verfügbaren Hauptmoduls zu finden ist und
  3. wenn der infizierte Rechner kein Sonic-Hauptmodul installiert hat oder die Versionsnummer auf der Website höher ist als eine bereits installierte, werden zwei Dateien heruntergeladen: xx.ZIP (wobei "xx" die jeweilige Versionsnummer darstellt) und GATEWAY.ZIP (die jeweils aktuelle Version des Lademoduls).

Der Zweck des Hauptmoduls ist die unerlaubte Datensammlung, die Bespitzelung aller Nutzeraktivitäten und die Erlangung der Kontrolle über den infizierten PC per Hintertürchen. Kaspersky Lab glaubt, dass der Autor des Wurms die Funktionalität des Hauptmoduls leicht ändern und beispielsweise destruktive Aktivitäten einbauen kann.

Nachdem sich das Hauptmodul installiert hat, extrahiert Sonic evtl. vorhandene E-Mail-Einträge aus Microsofts Windows Adress Book (WAB) und versendet an diese Kopien des Lademoduls. In den bekannten Versionen des Wurms haben die verseuchten E-Mail-Nachrichten die Betreffzeile "Choose your poison" und enthalten ein Attachment mit dem auf die meisten männlichen Nutzer sicherlich recht attraktiv wirkenden Namen GIRLS.EXE.

Den neuen Wurm an sich hält Kapersky Lab in der aktuellen Version nicht für sonderlich gefährlich, anders jedoch den Umstand, dass Würmer, Viren und sonstige digitale Plagegeister bald standardmäßig das Internet dazu nutzen könnten, ihre hinterhältigen Funktionen in Echtzeit zu erweitern.

Kapersky Lab bietet bereits ein Update für das AntiViral Toolkit Pro (AVP), das den Wurm erkennt. Die anderen Antiviren-Softwarehersteller dürften in Kürze ähnliche Updates anbieten, falls es diese nicht bereits gibt.


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