NTBA-Knappheit sorgt für Verzögerungen bei ISDN-Anschlüssen
Grund der Lieferprobleme sind Produktionsengpässe bei den Lieferanten für spezielle Chips, die in den NTBA-Geräten verwendet werden, so die FTD. Neben Infineon liefern noch vier weitere Firmen die entsprechenden Halbleiterbausteine.
Dadurch könnten rund 150.000 ISDN-Neuanschlüsse im Monat nicht bewerkstelligt werden. Vergangenes Jahr seien es 20.000 Anschlüsse monatlich gewesen, jetzt sind es zwischen 140.000 und 150.000 pro Monat, schreibt die FTD.
Die Umsatzausfälle bezeichnet man auf zweistellige Millionenhöhen, wobei nach nicht genannten Quellen ISDN-Besitzer wesentlich mehr Umsatz generieren als Analog-Kunden.
Möglicherweise müssen die Telekomkunden noch länger auf ihren ISDN-Anschluss warten. Der Telekom-Zulieferer Infineon rechnet erst im kommenden Jahr mit dem Ende von Lieferengpässen auf dem Chipmarkt. Neben dem Münchner Unternehmen bezieht die Telekom noch von vier weiteren Firmen Computerchips.
Kommentar:
Neben den spätestens seit der massiven Bewerbung von T-DSL einkalkulierbaren explodierenden ISDN-Neukundenzahlen ist auch die seltsame Verschwendungspolitik der Telekom mitverantwortlich für den Mangel an NTBA-Geräten. Zieht ein ISDN-Anschlussinhaber um, erhält er, unabhängig von der tatsächlichen Situation, ein neues Gerät, das alte wird weder eingefordert noch sind die meisten T-Punkte in der Lage, gebrauchte NTBA wieder zurückzunehmen.
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