Bertelsmann Stiftung: Studie zur Kommunikationsordnung 2010

Neue Regulierungsprinzipien für eine neue Ökonomie

Die Bertelsmann Stiftung arbeitet seit mehreren Jahren an Konzepten für eine Kommunikationsordnung, die den Anforderungen der New Economy gewachsen ist. Auf die im Januar 1997 vorgestellte "Kommunikationsordnung 2000" folgten internationale Vergleichsstudien zum dualen System und zur Medien- und Kommunikationsaufsicht.

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"Traditionelle Regulierung wird es in zehn Jahren im Bereich der Multimediamärkte nicht mehr geben", sagte Dr. Mark Wössner, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, heute aus Anlass des Symposiums "Kommunikationsordnung 2010".

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Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Bertelsmann Stiftung und dem "Münchner Kreis", einer Expertenvereinigung zur Kommunikationsforschung, ausgerichtet, um die Zukunft der Regulierung in der Breitbandgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu diskutieren. Wössner weiter: "Unsere Analysen haben gezeigt, dass, wer diese Märkte beaufsichtigen will, ebenso dynamisch, international und konvergenzorientiert sein muss wie die Märkte selbst."

In fünf bis zehn Jahren, so die Prognosen der Experten, werden bereits 80 Millionen europäischer Haushalte digitale interaktive Fernsehprogramme nutzen - mit um den Faktor 1.000 erweiterten Bandbreiten und interaktiven Rückkanälen. Das passive "Fernsehen" wird dann zum individuell steuerbaren Infotainment-Terminal.

Vor dem Hintergrund dieser rasanten Entwicklung formuliert die in Berlin vorgestellte Studie "Kommunikationsordnung 2010" zukunftsfähige Regeln für die Informationsgesellschaft.

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Die Studie empfiehlt: Die sektorspezifischen Eingriffe sollen durch allgemeine Wettbewerbs- und Selbstkontrolle in den Bereichen Telekommunikation und Medien abgelöst werden, die Nutzer ihre wachsende Entscheidungsfreiheit in kompetenter Eigenverantwortung wahrnehmen. Im dynamischen Medienmarkt der Zukunft wird es aber weiterhin Raum für politisch gewollte Ausnahmen geben: auch in der Internet-Dekade werden öffentlich-rechtliche Medien wichtige gesellschaftliche Funktionen wahrzunehmen haben.

EU-Kommissar Erkki Liikanen bekräftigte im Rahmen des Symposiums den Ansatz der "Kommunikationsordnung 2010": " Europa soll besser für die Herausforderungen der Informationsgesellschaft und der digitalen Revolution gerüstet werden. Es gilt zu handeln ohne zu zögern."

Und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement betont die Verschiebung der politischen Aufmerksamkeit im Informationszeitalter: "Die Eigenverantwortung der Anbieter und Nutzer wird im Vergleich zur traditionellen Regulierung stark an Bedeutung zunehmen. Die Forderung der Bertelsmann Stiftung nach mehr Selbstregulierung durch medienkompetente Bürger kann ich nur unterstützen."

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