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Studie: Über 50 Prozent aller Domainnamen werden nie genutzt

Viele Adressen zu verkaufen. In einer Stichprobe im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zum Thema Domainnamen zeigte sich: im Domainnamen-Boom werden die meisten Adressen umsonst reserviert.
/ Andreas Donath
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55 Prozent aller in der ersten Januarwoche 2000 registrierten .de-Domains sind demnach nicht konnektiert, zeigen auf die Provider-Standardseite oder sind seit Monaten "under construction". Weitere 13 Prozent werden von Privat-Homepages belegt, 20 Prozent von Firmen oder Selbstständigen.

Daneben fungieren elf Prozent aller Domainnamen nur als Co-Domainnamen – und auf ein Prozent aller Domainnamen befindet sich der Hinweis "zu verkaufen" oder "zu vermieten".

Tim Schumacher, Autor der in Kürze erscheinenden Diplomarbeit an der Universität Köln zum Thema "Preisbildung im Handel mit Internet-Domainnamen", schätzt: von den 30 Millionen registrierten Domainnamen im Internet sind mittlerweile über zwei Millionen Domainnamen zu verkaufen, vor allem im Bereich der .com-Domains, wo der Handel mit Domainnamen deutlich weiter verbreitet ist.

Weitere 5-10 Millionen Domainbesitzer weltweit seien schon bei geringen Geboten zum Verkauf ihrer Domain zu bewegen, so der Autor der Studie weiter. "Es ist ökonomisch absolut sinnvoll, diese praktisch verlorenen Domainnamen wieder in den Markt zu bringen, auch wenn der Weiterverkauf von Domainnamen momentan noch mit rechtlicher Unsicherheit behaftet ist."

Zusammen mit Marius Würzner und Ulrich Priesner ist Tim Schumacher zusätzlich einer der Gründer der Domain-Handelsplattform und Domain-Suchmaschine sedo.de.


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