• IT-Karriere:
  • Services:

Schily: G8-Staaten mit mehr Engagement gegen Netzkriminelle

Ruf nach internationalen Mindeststandards

Bundesinnenminister Otto Schily fordert bei einem Experten-Treffen der G8-Staaten in Berlin internationale Mindeststandards, um Kriminalität im Internet zu bekämpfen. Schily betonte, dass das World Wide Web immer häufiger missbraucht würde, um Straftaten zu begehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Schily zufolge fehlt es derzeit auf internationaler Ebene an umfassenden Antworten auf diese neue Form der Kriminalität: "Die weltweiten Datenverbindungen überspringen alle Ländergrenzen. Deshalb machen auch Internet-Straftäter nicht vor unseren nationalen Grenzen halt. Das Bundeskriminalamt hat bei 80 Prozent der im Jahr 1999 registrierten Fälle von Kriminalität im Netz Spuren in die USA, nach Kanada, Japan, Australien und Russland verfolgt", so der Bundesinnenminister.

Stellenmarkt
  1. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Köln, Stuttgart
  2. Franke Coffee Systems GmbH, Gruensfeld

Internet-Kriminalität habe sich zu einer potenziellen Bedrohung für die öffentliche Sicherheit und die Informationsgesellschaft entwickelt. Damit sei ihre Bekämpfung Aufgabe einer verantwortungsbewussten Innenpolitik geworden, erklärte Schily.

Wichtig sei vor allem die Prävention vor kriminellen Angriffen aus dem Netz. Deshalb hatte der Bundesinnenminister bereits im Februar dieses Jahres vor dem Hintergrund gestiegener Serverattacken die Task Force "Sicheres Internet" gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die Bedrohungssituation in Deutschland zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Zwei Kataloge von technischen Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Computerviren und Angriffen gegen Internet-Dienstleister liegen bereits vor.

Der Bundesinnenminister wies auf dem G8-Treffen weiter darauf hin, dass Internet-Kriminalität als ein internationales Problem zu begreifen sei, das die Staaten auch nur gemeinsam lösen könnten. Die Daten im World Wide Web unterlägen einer Vielzahl unterschiedlicher Rechtsordnungen. Im Ausland legale Inhalte seien in Deutschland zum Teil strafbar, wie etwa Homepages mit rechtsextremistischen Inhalten. Schily rief dazu auf, internationale Mindeststandards zu schaffen. Mit diesen könnten etwa Medieninhalte, die zu Volksverhetzung und zu Rassenhass aufrufen, unter Strafe gestellt werden.

"Geschützte Rechtsgüter, allgemein anerkannte Werte und kulturelle Standards dürfen in einer immer mehr vernetzten Welt nicht aufgegeben werden. Das Internet darf deshalb kein rechtsfreier Raum sein. Den G8-Staaten kommt bei der Suche nach internationalen Lösungsmodellen eine Schlüsselrolle zu", erklärte Schily dazu.

Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin: "Im Mai haben die führenden Industrienationen beschlossen, über die Grenzen besser zusammenzuarbeiten. Jetzt kommen in Berlin Wirtschaft und Politik zusammen, um durch weitere klare Absprachen sicherzustellen, dass was offline verboten ist, auch online verboten ist und verfolgt wird". Dazu müssten Wirtschaften und Staaten ihren Beitrag leisten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Abzu, The Witness, Subnautica)
  2. 39,99€
  3. 2,99€
  4. (aktuell u. a. The Long Journey Home für 2,50€, Transport Fever für 7,50€, Shenmue 3 für 15...

Folgen Sie uns
       


Govecs Elmoto Loop - Test

Das Elmoto Loop von Govecs wiegt nur 59 Kilogramm, hat einen guten Elektromotor und fährt sich ganz anders als ein klassischer E-Roller.

Govecs Elmoto Loop - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /