Privates Surfen im Büro kostet jährlich 104 Milliarden Mark
Im Durchschnitt nutzte jeder Beschäftigte das Internet 3,2 Stunden in der Woche für den eigenen Bedarf, so die Studie. Auf das Jahr umgerechnet entsteht den Unternehmen dadurch ein Arbeitsausfall von mehr als 17 Tagen pro Mitarbeiter.
Ein teures Privatvergnügen, das in einigen Firmen bereits zu Konsequenzen führte: Volkswagen beispielsweise sperrte nach Angaben von Bizz den Download von "Moorhuhn 2" und anderen Spielen. Wer trotzdem surft, muss beim Autohersteller mit Abmahnung und im Wiederholungsfall mit Kündigung rechnen.
Ob die Gesetzesinitiative des Bundesministeriums der Finanzen, nach der die private Mitbenutzung von Personalcomputern und Telekommunikationsanlagen steuerfrei gestellt werden soll, für weitere Produktivitätsausfälle sorgen wird, sei dahingestellt.
Kommentar:
Nach Meinung des Ministeriums benötigt der Standort Deutschland Arbeitnehmer, die perfekt mit den neuen Medien umgehen können und deshalb nicht durch steuerrechtliche Bremsen behindert werden sollen. Nun ist es an den Betrieben, den Beschäftigten klar zu machen, dass die geplante Steuerfreiheit nicht als Freibrief zu verstehen ist.
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