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Spieletest: Anpfiff - Der RTL-Fussballmanager

Management-Simulationen aus dem Hause Silver Style. Seit Ascarons Meisterwerk Anstoss 3 erschienen ist, haben es neue Produkte im hart umkämpften Markt der Fußball-Management-Simulationen äußerst schwer, sich durchzusetzen. Auch Anpfiff – Der RTL-Fussballmanager hat Probleme, dem schier übermächtigen Konkurrenten Paroli bieten zu können.
/ Thorsten Wiesner
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Dabei bietet das vom Berliner Entwicklerteam Silver Style geschaffene Spiel eine Option, mit der andere nicht aufwarten können: Zu Beginn des Spieles darf man sich nicht nur für die typische Manager- beziehungsweise Trainer-Laufbahn entscheiden, sondern kann auch als Spieler eine Karriere beim Wunschverein starten. Selbst gespielt wird dabei natürlich nicht, vielmehr muss man seinen Spielercharakter durch geschicktes Taktieren zum Weltklasse-Fußballer ausbilden.

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Leider sind die gebotenen Optionsmöglichkeiten recht gering: In den wenigen Menüs lassen sich nur rudimentäre Einstellungen wie etwa das Trainigsprogramm oder der Spielertransfer bewerkstelligen, Menüpunkte wie Stadionausbau oder Ähnliches sind zwar vorhanden, bieten aber nur wenig kreativen Spielraum. Auch als Spieler besteht die Aufgabe zumeist nur darin, zwischen den Spieltagen das Trainingsprogramm entsprechend den Schwächen und Stärken zu variieren.

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Das wäre alles noch mehr oder weniger zu verschmerzen, zumal so zumindest Einsteiger und Gelegenheitsspieler nicht von der bei Anstoss ja vorhandenen Optionsvielfalt erschlagen werden, der wirkliche Knackpunkt liegt aber in der alles andere als zeitgemäßen Präsentation: Die Menüs sind recht karg, Hintergrundmusik und Soundeffekte kaum vorhanden, und die Spielszenen, die von der Qualität des ebenfalls kürzlich von Electronic Arts vorgestellten Fussball-Managers meilenweit entfernt sind, verärgern des Öfteren durch grob unrealistische Spielzüge.

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Zu allem Überfluss gibt es auch Probleme mit der technischen Umsetzung: Bei der Installation wird man nicht nach dem gewünschten Zielverzeichnis gefragt, die Ladezeiten sind trotz der fast vollständigen Installation des Programmes immens, und die Testversion neigte zu allem Überfluss auch zu Abstürzen. Dass die Spielernamen auf Grund mangelnder Lizenz nicht den Original-Bundesligadaten entsprechen, fällt da kaum noch ins Gewicht.

Fazit:
Wer Komplexität schätzt, greift weiterhin zu Anstoss 3, wer eine schöne Präsentation bevorzugt, wählt das Electronic-Arts-Pendant, und wer zuviel Geld hat, möge sich Anpfiff – Der RTL-Fussballmanager von THQ zulegen – allen anderen sei vom Kauf dieser enttäuschenden Simulation dringend abzuraten.


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