IT-Jobs ohne Studium - Ausbildungswege jenseits der Uni
Da der Arbeitskräftemangel in der Computerbranche aller Voraussicht nach nicht kurzfristig lösbar sein wird, eröffnen sich dem Nachwuchs auch andere Wege, als ein Studium an der Universität zu absolvieren: Die Ende 1997 vorgestellten neuen IT-Berufe eröffnen Chancen auch für Schulabgänger, denen ein Hochschulstudium zu langwierig oder zu praxisfremd ist.
So hat die Industrie versprochen, in den 1997 aus der Wiege gehobenen neuen IT-Berufen IT-Systemelektroniker, IT-System-Kaufmann, Fachinformatiker und Informatik-Kaufmann bis zum Jahre 2003 60.000 Ausbildungsplätze einzurichten. Im Handwerk ist der Ausbildungsberuf "Informationselektroniker" entstanden, der die Qualifikationsprofile des Büroinformationselektronikers und des Radio-/Fernsehtechnikers zusammenfasst.
Eine Berufsfachschulausbildung bildet unter anderem zum mathematisch-technischen Assistenten (MATA) aus; weitere hier vermittelte Qualifikationen sind Assistent für Informations- und Kommunikationstechnik/für Wirtschaftsinformatik, der staatlich geprüfte Informatiker, der staatlich geprüfte Industrietechnologe Datentechnik.
Die Dauer dieser Ausbildungen hängt von den Eingangsvoraussetzungen ab, die Spanne beträgt ein bis dreieinhalb Jahre. Wie Untersuchungen zeigen, sind auch ohne Universitätsabschluss Jahresgehälter im sechsstelligen Bereich realisierbar.
"Aber vor dem Unterschreiben des Ausbildungsvertrages ist genaues Hingucken nötig", warnt iX-Redakteur Wolfgang Möhle. "So muss der im Handwerk angesiedelte Informationselektroniker nicht nur mit einer geringeren Ausbildungsvergütung auskommen, sondern benötigt zum Sprung in die Selbstständigkeit immer noch einen Meisterbrief."
Näheres dazu findet sich in der iX-Ausgabe 11/2000.
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