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Tux2 - das perfekte Dateisystem?

Die nächste Dateisystem-Generation für Linux. Mit Tux2 will Daniel Phillips eine neue Ära im Bereich Dateisysteme einläuten. So soll Tux2 zwar die Vorteile eines Journaling-Filesystems bieten, dabei aber ohne Journal auskommen und damit deutlich effizienter sein. Dabei handelt es sich allerdings nicht um etwas völlig Neues, vielmehr soll Tux2 viel von ext2, dem derzeit wohl weitverbreitetsten Linux-Dateisystem, übernehmen.
/ Jens Ihlenfeld
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Dabei verwendet Tux minimale Updates des Dateisystems und spart so das Führen eine Journals. Den dabei verwendeten Algorithmus nannte Phillips ursprünglich "Tree Phase", mittlerweile heißt er aber in umgekehrter Reihenfolge "Phase Tree".

Dabei geht Phillips davon aus, dass Tux2 gegenüber ext2 einen Performance-Verlust von nur fünf bis zehn Prozent beim Schreiben aufweist, beim Lesen sei dieser marginal. Dafür erhält man allerdings ein Dateisystem, das bei einem plötzlichen Abschalten des Rechners z.B. durch Stromausfälle nicht erst minuten- oder gar stundenlang einen Filessystem-Check durchführen muss.

Die Nähe zu ext2 zeigt sich dabei vor allem darin, dass Tux2 als Patch für ext2 entwickelt wird und bestehende ext2-Dateisysteme beim Mounten in Tux2-Systeme konvertieren soll.

Noch vor Weihnachten will Phillips, der bei der Berliner Innominate AG angestellt ist, einen ersten funktionsfähigen Prototypen für Kernel 2.4.x fertig haben, derzeit läuft Tux2 bei ihm nur unter Kernel 2.2.13. Dabei steht Tux2 unter GPL, der bisherige Code wurde jedoch noch nicht veröffentlicht, dies soll erst mit der Version für die 2.4.x Kernel geschehen. Allerdings wird es auch dann wohl noch einige Zeit dauern, bis eine "stabile" Version von Tux2 existiert, denn Bugs kann sich Tux2 wohl kaum leisten.


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