TV, PC und Telefon in jedem Raum schnurlos verwenden
Der Name steht für Window on the World of Information, Communication and Entertainment, zu Deutsch "Das Fenster zur Welt der Information, Kommunikation und Unterhaltung". Durch wwice soll der Anwender künftig in der Lage sein, von jedem beliebigen Wohnraum aus alle Geräte zur ständigen Verfügung zu haben, also beispielsweise auch dort im Internet surfen zu können, wo kein PC steht. Dazu muss natürlich der entsprechende Raum mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche in Form eines Bildschirms ausgestattet sein.
Die Hauptrolle in diesem System spielen dabei so genannte "Tokens". Das sind kleine, kugelschreiberähnliche Objekte. Jeder Anwendung im Netzwerk ist ein ganz bestimmtes Token zugeordnet. Um zum Beispiel im Schlafzimmer fernsehen zu können, muss das TV-Token im Schlafzimmer in einer Schale platziert werden. Das System erkennt am Token die gewünschte Funktion und stellt sie dem Anwender dort augenblicklich auf dem Bildschirm zur Verfügung.
Zudem verfügt wwice über einen großen Speicher. So kann etwa ein Film ganz nach Wunsch unterbrochen und erst später weiter angeschaut werden. Dazu wird nur das Token aus der Schale genommen und beiseite gelegt. Das laufende Programm wird dann im System aufgezeichnet. Bei späterem Zurücklegen des Tokens in die Schale fängt der Film dort an, wo er zuvor unterbrochen wurde.
Die Philips-Forschung testet wwice in einer Versuchsreihe im holländischen Eindhoven. Dazu wurde ein Laboratorium zu einer Wohnung, bestehend aus Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Küche, umgebaut und mit Bildschirmen, Lautsprechern, Mikrofonen und Kameras ausgestattet. Teams von jeweils zwei Versuchspersonen testen das System auf seine Funktionalität und Anwenderfreundlichkeit.
Doch der Sprung vom Forschungsprojekt zur Produktreife ist nach Angaben des Unternehmens noch weit. Viele Probleme sind von den Entwicklern noch zu lösen: Beispielsweise müssen die Benutzoberflächen erweitert werden, damit mehrere Anwender das System benutzen können. Aber die Forscher bei Philips denken schon weiter. In naher Zukunft soll die Steuerung der Geräte durch gesprochene Befehle den Gebrauch von Tokens ersetzen.