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Erste illegale Produkte von Windows Me entdeckt

Schon kurz nach Verkaufsstart werden Lizenzbestimmungen von Händlern verletzt. Das Microsoft-Betriebssystem Windows Millennium Edition – kurz Windows Me – ist zwar erst seit wenigen Wochen erhältlich, doch schon jetzt sind Machenschaften krimineller Händler aufgeflogen, die das Produkt illegal vervielfältigt haben.
/ Andreas Donath
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Einzelbestandteile von Microsoft-Produkten, die im seriösen Fachhandel nur im Paket verkauft werden, gelangen als so genannte "Einzellizenzen" oder "CD only" auf den Markt. Dies hat unangenehme Folgen für den Käufer, der sein Produkt damit illegal erworben hat und nicht nutzen kann.

Das komplette System-Builder-(SB-)Produkt (vormals DSP-Produkt) von Windows Me besteht aus zwei Microsoft-CD-ROMs, einem Handbuch sowie einem Echtheitszertifikat, dem so genannten COA (Certificate of Authenticity) Label.

Der Endbenutzer-Lizenzvertrag ist online auf der CD-ROM enthalten. Die einzelnen Produktteile dürfen nicht separat verkauft werden. Das COA Label wird auf das PC-Gehäuse geklebt, wenn der Händler die Software vorinstalliert auf einem neuen PC vertreibt. Es ist mit dem Produktnamen und einem Produktkey bedruckt. Der Produktkey ist beim ersten Start einzugeben, um die Installation zu vervollständigen.

Erhält der Kunde nur die CD-ROM, wie es im Fall Windows Me mehrfach geschehen ist, fehlt ihm diese Nummer.

Die zweite, umgekehrte Variante der Produktmanipulation ist ebenfalls illegal: Der Anwender erhält nur das COA Label der SB-Version, jedoch nicht die dazugehörige CD-ROM und das Handbuch. Das Betriebssystem ist damit ebenfalls nicht richtig lizenziert. In diesem Fall kann der User die Software zwar von der rein technischen Seite her benutzen, aber er hat kein komplettes Produkt und somit kein Nutzungsrecht erworben.


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