Brokat beteiligt sich an Siemens-Tochter Kordoba
Das Unternehmen bietet eine Bankensoftware-Komplettlösung unter der Bezeichnung Kordoba an. Kordoba ist heute mit ca. 50 Anwendern Marktführer für Banken-Standardsoftware in Deutschland. Zu ihrem Kundkreis zählen Privat- und Regionalbanken sowie Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken. Die Kordoba KG mit Firmensitz in München wurde 1998 gegründet und beschäftigt heute ca. 130 Mitarbeiter.
Geplant ist, die Plattform Twister von Brokat für Kordoba-Kunden so anzupassen, dass die bestehenden Hintergrund-Systeme einer Bank an elektronische Kanäle wie Internet und Mobilfunk angebunden werden können.
Zu diesen Hintergrundsystemen zählen etwa Kontokorrentsysteme und Wertpapiersysteme. Der Kaufpreis für die Anteile in Höhe von 14 Millionen DM wird durch die Ausgabe von Brokat-Aktien aus bereits genehmigtem Kapital beglichen. Kordoba erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 44,1 Millionen Mark.
SBS, Kordoba KG und SAP haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, im Rahmen einer Kooperation Entwicklungsressourcen zu bündeln und zukünftig gemeinsam abzustimmen. Die Kooperation zwischen Brokat, Kordoba und SAP ermöglicht den Kunden einen schnellen Einstieg in den Bereich E-Finance durch die Kopplung der Hintergrundsysteme der Banken mit dem Internet und mobilen Zugangskanälen.
Zu E-Finance zählen beispielsweise E-Banking und E-Brokerage. Gemeinsam werden die Unternehmen den Kunden künftig ein sich ergänzendes Produktspektrum anbieten. Zudem sind paketierte Lösungen für Online-Brokerage und mobile Transaktionen geplant.
"Brokat stärkt durch die Beteiligung an Kordoba sein bankfachliches Know-how", sagte Michael Schumacher, Vorstandsmitglied für den Bereich Financial Systems bei Brokat.
Brokat wurde 1994 gegründet und beschäftigt zurzeit mehr als 1.300 Mitarbeiter in 16 Ländern. Im Kalenderjahr 1999 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 94 Millionen DM. Die Brokat AG hat ihren Sitz in Stuttgart.