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Siemens setzt total auf E-Business

Investitionsprogramm in Milliardenhöhe. Der Siemens-Konzern will das Unternehmen zur E-driven Company umwandeln. Alle Prozesse sollen in der Zukunft elektronisch laufen: vom Einkauf bis zur Vermarktung, von der Entwicklung bis zum Controlling. Mit Investitionen in Höhe von zunächst rund einer Milliarde Euro soll der Wandel zum Internet-Unternehmen umgesetzt werden.
/ Andreas Donath
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Mindestens im selben Umfang soll sich die Kostenposition verbessern. Konzernchef Pierer kündigte an, dass innerhalb eines Jahres alle 440.000 Mitarbeiter Zugang zum Internet erhalten sollen.

Künftig sollen alle geschäftlichen Aktivitäten rund um das Electronic Business zentral koordiniert und in ein globales Intranet für die 440.000 Siemens-Mitarbeiter in 190 Ländern integriert weden.

In den "Centers of E-Excellence", die weltweit eröffnet werden sollen, werden die Fäden der E-Business-Aktivitäten zusammenlaufen. Bei der Umstellung der Geschäftsabläufe will das Unternehmen weit über die klassischen Anwendungen wie elektronischer Einkauf (E-Procurement) und Online-Verkäufe hinausgehen. Mit E-Learning, E-Recruitment und E-Logistics soll die gesamte Wertschöpfungskette elektronisch abgebildet werden.

Durch die Einbeziehung junger Start-up-Firmen im Rahmen eines Business-Accelerator-Konzepts will Siemens für einen Innovationsschub sorgen. Siemens bietet dabei jungen Firmen Zugang zum globalen Unternehmens-Netzwerk sowie Hilfestellung in der kritischen Startphase der Verselbstständigung. Umgekehrt will Siemens von der dynamischen Kultur, dem Know-how und den innovativen Geschäftsideen profitieren.

Wie Pierer betonte, sind bereits heute circa 70 Prozent aller Siemens-Aktivitäten elektronisch vernetzt. Mit Investitionen von zunächst einer Milliarde Euro sollen die bereits bestehenden Einzellösungen durchgängig in ein Gesamtsystem überführt werden. Insbesondere die Ausweitung des elektronischen Einkaufs durch E-Procurement ist vordringliches Ziel des Konzerns. Bei einem Gesamtvolumen im Einkauf von rund 35 Milliarden Euro soll laut Pierer der voll elektronisch abgewickelte Anteil von heute 10 auf über 50 Prozent gesteigert werden.

Die Umstellung der internen und externen Geschäftsprozesse wird die Service-Tochter Siemens Business Services (SBS) betreuen. Sie wird dafür sorgen, dass sich die Anzahl der Geschäftsprozesse erheblich reduziert. Als technische Plattform sollen die E-Business-Lösungen des US-Anbieters i2 eingesetzt werden. Ein entsprechender Vertrag zwischen i2 und der Siemens AG wurde jetzt unterzeichnet.


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