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Studie: ASP-Softwareanbieter mit Startschwierigkeiten

Angeblicher Zukunftsmarkt Miet-Software mit Absatzproblemen. Application Service Providing (ASP) – das Mieten von Software bei einem Dienstleister – scheint nach Angaben vieler Marktforscher die Lösung der Zukunft zu sein. Aber der ASP-Markt kommt nach einer neuen Untersuchung nur schleppend in Gang.
/ Andreas Donath
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Für neun von zehn Unternehmen ist ASP zurzeit noch kein Thema. Die Folge: Ein großer Teil der Anbieter für ASP-Lösungen wird sich am Markt nicht halten können. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten der Mummert und Partner Unternehmensberatung.

In den USA, die der europäischen Entwicklung nach Ansicht von Mummert zwei Jahre voraus sind, nehmen 80 Prozent der Unternehmen ASP in Anspruch. Der dortige Markt ist stabil, und es haben sich verschiedene Teilmärkte herausgebildet, wobei diese Entwicklung auch für Westeuropa erwartet wird.

Marktanalysten erwarten bereits für das Jahr 2004 einen europäischen ASP-Gesamtumsatz von 1,5 Milliarden Dollar. Die Prognose: Zukünftig werden die großen Internet-Provider Gesamtlösungen anbieten und kleinere Unternehmen die Nischen bedienen.

Noch ist der europäische Markt allerdings nicht für den Boom gerüstet. Kleine und mittelständische Unternehmen, die in den USA 70 Prozent der Kundschaft ausmachen, warten ab und setzen weiterhin auf die bereits installierten Software-Lösungen. Der große Nachteil des ASP, die Abhängigkeit vom Dienstleister, wiegt Kosten- und Einführungsvorteile auf. Solange die Stabilität der Provider nicht gewährleistet ist, meiden die Unternehmen das Risiko, auf eine eigene EDV-Kompetenz zu verzichten.

Attraktiv sind die Möglichkeiten des ASP zurzeit vor allem für den gehobenen Mittelstand: Die Serviceangebote – vom Auslagern einzelner Office-Anwendungen bis zur kompletten Buchhaltung und Abwicklung durch den Dienstleister – können flexibel dem Unternehmen angepasst werden. Dennoch warten die meisten Marktteilnehmer ab. Der Grund: die Provider müssen die Herausforderung, tiefgreifendes Prozess-Know-how aus der Branche mit technischen Fertigkeiten zu verbinden, erst noch bewältigen. Den Boom im ASP-Geschäft erwartet Mummert erst ab Ende des Jahres 2001.


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