• IT-Karriere:
  • Services:

Münchner Start-up stellt eXtreme Processor Platform vor

Durchbruch bei Parallel-Processing-Architektur?

Das Münchner Halbleiter-Start-up PACT Corporation hat gestern die eXtreme Processor Platform (XPP) für anspruchsvolle, rechen- und bandbreitenintensive Anwendungen vorgestellt. Basierend auf einer innovativen Architektur soll es der eXtreme Processor erlauben, auf einfache Weise "Massive Parallel Processing" zu nutzen und so eine hohe Performance zu erreichen.

Artikel veröffentlicht am ,

Der erste eXtreme Processor, der XPU128, soll dabei etwa 50-mal schneller sein als konventionelle sequenzielle Prozessoren und etwa 20-mal höher als bei "Digital Signal Processors" (DSPs). So sollen die ersten XPP-Geräte eine Leistung von 50 Giga Operations (GigaOps) pro Sekunde erreichen und den Chip damit zum mächtigsten 32-Bit-Prozessor machen.

Stellenmarkt
  1. Minebea Intec, Aachen
  2. Bayerische Versorgungskammer, München

Einen Markt sieht PACT vor allem im Bereich von Digital-Signal-Processing-Applikationen. Aber auch in Mobiltelefonen, Internet Appliances und PDAs sieht PACT Chancen. Hierzu will PACT entsprechende Stromspar-Technologien anbieten.

Während XPP-Komponenten für Midrange-Applikationen ausgelegt sind, will PACT mit kaskadierten Arrays aus eXtreme Processing Units (XPUs) auch in Bereiche vordringen, in denen hohe Rechenleistung gefragt ist - z.B. Supercomputer der nächsten Generation.

Während herkömmliche Prozessoren wie RISC- und CISC-Chips ein sequenzielles Modell nutzen, um Daten zu berechnen und Operanden in Registern zu speichern sowie Instruktionen aus dem Speicher zu holen, um diese dann in der Processing Unit zu berechnen und die Ergebnisse in ein anderes Register zu schreiben, geht PACT andere Wege. Um dem Flaschenhals der einzelnen sequenziellen Ausführung von Instruktionen zu entkommen, setzt PACT mit XPP auf einen rekonfigurierbaren, parallelen Datenfluss-Prozessor, der Daten in hoher Geschwindigkeit durch mehrer Processing-Elemente schickt. So kann der Prozessor in jedem Taktzyklus Berechnungen durchführen, die Ergebnisse fließen ins nächste Processing-Element, bis der Algorithmus abgearbeitet ist.

Der Clou soll dabei in der Wave-Reconfiguration-Technologie von PACT liegen, die es erlaubt, den XPP je nach Anforderungen zu rekonfigurieren. Sollen also Sprachdaten bearbeitet werden, wird der XPP für den Voice-Processing-Algorithmus konfiguriert. Handelt es sich beim nächsten Paket um Videodaten, so wird dem Paket ein Token vorausgeschickt, das den XPP entsprechend rekonfiguriert. Als Resultat ergibt sich eine Welle von Rekonfigurationen. Auf diesem Wege soll eine hohe Effizienz und geringer Stromverbrauch erreicht werden.

Zur Programmierung steht PACTs Native Mapping Language (NML) zur Verfügung, die es erlauben soll, auf einfache Art und Weise arithmetische Konstrukte auszudrücken. Zudem soll in Kürze ein C-Compiler sowie eine visuelle Programmiersprache namens LELA, die von Professor Niklaus Wirth, dem Erfinder von Pascal, entwickelt wird, zur Verfügung stehen.

PACTs erster Chip XPU128 besteht aus einem Array von 128 parallelen Processing-Elementen, das jedes für sich High-Speed-32-Bit-signed- und Unsigned-Operationen ausführen kann.

Für die Zukunft will PACT aber deutlich mehr Leistung bieten, so zeigt die Roadmap bereits Produkte mit 400 GigaOps pro Sekunde auf, 2002 will man in den Bereich der PetaOps (1.000.000 GigaOps) vorstoßen.

Die XPP-Kerne sowie PACTs Entwicklersystem NML sind ab sofort erhältlich, LELA soll im ersten Quartal 2001 folgen, der XPU128 soll ungefähr zum gleichen Zeitpunkt in größeren Stückzahlen vorliegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,99€
  2. 17,99€
  3. 11€

Folgen Sie uns
       


Mercedes EQA Probe gefahren

Wir sind mit dem EQA von Mercedes-Benz für ein paar Stunden unterwegs gewesen.

Mercedes EQA Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /