LinuxWorldExpo - Frankfurt im Zeichen des Pinguins

Aber auch auf anderen Ebenen rückt Linux zunehmend ins "Blickfeld" der User. Neben Agenda, die ihren Linux-PDA V3+ in einer Beta-Version zeigen konnten, demonstrierte Trolltech Qt Embedded auf einem Compaq iPaq. Qt Embedded setzt auf Linux auf und bietet so eine grafische Oberfläche für Embedded-Linux-Geräte, ohne auf den ressourcenfressenden X-Server angewiesen zu sein. Ein erstes Gerät mit Qt Embedded soll bereits in Kürze von Ericsson in Form eines WebPads auf den Markt kommen. Nachdem Qt für große Bildschirme seit der aktuellen Version 2.2.0 unter GPL gestellt wurde, denkt man bei Trolltech auch für Qt Embedded über eine offenere Lizenz nach. Zwar steht eine Freigabe unter GPL derzeit wohl nicht zur Diskussion, aber Entwickler sollen in Zukunft kostenlos an Qt Embedded kommen - lediglich Gerätehersteller will Trolltech zur Kasse bitten.

Stellenmarkt
  1. Full Stack Java Entwickler (m/w/d)
    NOVENTI Health SE, deutschlandweit (Home-Office)
  2. Softwareentwickler Backend (m/w/d)
    eLearning Manufaktur GmbH, Kleve, Düsseldorf (Home-Office möglich)
Detailsuche

Traurig hingegen war die Präsentation der diversen Open-Source-Projekte. Für diese war wohl trotz Sponsoren kaum etwas übrig. Zwar konnten sie sich an eigenen Ständen präsentieren, aber teilweise suchte man hier sogar Stühle und Tische vergeblich. Insbesondere der Stand des mittlerweile von der Industrie weithin unterstützen Gnome-Projects glänzte durch gähnende Leere. Umso aufgeschlossener zeigten sich die Entwickler an den kärglichen Ständen und in ihren Vorträgen.

Insgesamt konnte der Event dem Facettenreichtum der Open-Source-Bewegung kaum gerecht werden. Vielmehr zeigte sich eine Zweiklassengesellschaft: Auf der einen Seite börsennotierte Unternehmen wie VA Linux, die mit aufwendigen Ständen zeigten, wo das Geld sitzt, auf der anderen Seite die Vielzahl von Open-Source-Projekten und -Entwickler, die Linux zu dem machen, was es ist.

Zu den beherrschenden Themen zählte in den Diskussionen zum einen die Frage nach der Gefahr für Open-Source-Projekte durch Softwarepatente, die gemeinhin als groß angesehen wurde und durch die Bank hin auf Ablehnung stößt. Hier sei auf www.freepatents.org und petition.eurolinux.org verwiesen. Außerdem tauchte immer wieder die Frage auf, wie Linux den Weg auf den Desktop schafft. Mit KDE 2 wird in Kürze ein umfassender Desktop zur Verfügung stehen, mit dem Kernel 2.4.0 soll auch die USB-Unterstützung, die in den aktuellen Kernen noch nicht sehr weit reicht, verbessert werden. Damit dürfte Linux hier gegenüber Windows deutlich aufholen.

Im PC-Desktop hingegen wollten viele Linux-Vertreter kaum eine Zukunft sehen, schließlich stagniere dieser Bereich bereits, während die anderen Bereiche deutlich Wachstumsraten aufweisen. So hofft man, dass neue Gerätearten gepaart mit Linux die nächste Computergeneration einläuten, in der nicht jeder Computernutzer sein eigener Systemadministrator sein muss. Vom PDA über das WebPad bis hin zu Thin-Clients dürfte Linux dann zusammen mit den bestehenden Vorzügen insbesondere im Netzwerk-Bereich die Nase vorn haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 LinuxWorldExpo - Frankfurt im Zeichen des PinguinsLinuxWorldExpo - Frankfurt im Zeichen des Pinguins 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Anti-Virus
John McAfee tot im Gefängnis aufgefunden

John McAfee ist tot in einer Gefängniszelle gefunden worden. Ihm drohte eine Auslieferung von Spanien in die USA.

Anti-Virus: John McAfee tot im Gefängnis aufgefunden
Artikel
  1. Verbraucherzentrale zu Glasfaser: 100 bis 300 MBit/s sind vollkommen ausreichend
    Verbraucherzentrale zu Glasfaser
    "100 bis 300 MBit/s sind vollkommen ausreichend"

    Während alle versuchen, den Glasfaser-Ausbau zu beschleunigen, raten Verbraucherschützer, nicht für Tarife mit sehr hoher Bandbreite zu zahlen, die man angeblich gar nicht benötige.

  2. In eigener Sache: Wie geht es IT-Fachleuten nach über einem Jahr Corona?
    In eigener Sache
    Wie geht es IT-Fachleuten nach über einem Jahr Corona?

    Selten hat ein Ereignis die Arbeit so verändert wie Corona. Golem.de möchte von dir wissen, was das für dich bedeutet. Bitte nimm an der Umfrage teil - es dauert nicht lange!

  3. Bitcoin: Bitmain stoppt Verkauf von Krypto-Minern
    Bitcoin
    Bitmain stoppt Verkauf von Krypto-Minern

    Aufgrund des chinesischen Vorgehens gegen Kryptomining gibt es viele gebrauchte Bitcoin-Rigs auf dem Markt - deren größter Hersteller zieht Konsequenzen.

Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Dualsense Midnight Black + Ratchet & Clank Rift Apart 87,61€ • 6 Blu-rays für 30€ • Landwirtschafts-Simulator 22 jetzt vorbestellbar ab 39,99€ • MSI Optix MAG272CQR Curved WQHD 165Hz 309€ [Werbung]
    •  /