Spieletest: Sydney 2000 - Nostalgische Rüttelorgie
Offizielles Spiel zu den Olympischen Spielen. Die olympischen Spiele in Sydney sind am letzten Wochenende zu Ende gegangen und waren aus deutscher Sicht eher mäßig erfolgreich. Wer der Meinung ist, den Athleten einiges vorauszuhaben, kann dank der offiziellen Spielumsetzung von Eidos das olympische Feuer am heimischen PC erneut entfachen.
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In insgesamt zwölf verschiedenen Disziplinen kann man sich hier mit dem Computer oder menschlichen Gegenspielern messen, so darf man etwa im 100-Meter-Lauf antreten, als Kampfkoloss Gewichte heben, in bester Moorhuhn-Manier Tontauben schießen oder mit dem Kajak gefühlvoll Markierungen umrunden.
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Das Spielprinzip erinnert dabei stark an legendäre Klassiker der Videospielgeschichte wie Summer Games am C-64, denn um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen, muss man so schnell man kann auf die Tastatur beziehungsweise das Gamepad einhämmern und das richtige Gefühl fürs Timing beweisen. Kein Wunder also, wenn bereits nach einigen Runden die Hardware arg in Mitleidenschaft gezogen wird.
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Dank des variablen Schwierigkeitsgrades bleibt es dem Spieler selbst überlassen, wie schweißdurchtränkt er die virtuellen Spiele wieder verlässt – im schwierigsten Modus artet es schon in äußerste körperliche Anstrengung aus, einen 110-Meter-Hürdenlauf oder die 100-Meter-Freistil siegreich zu überstehen. Gemütliches Vor-dem-Bildschirm-Sitzen bietet Sydney 2000 somit definitiv nicht, dem Erschöpfungsgrad nach zu schließen, den eine komplette Olympiade nach sich zieht, wurden selten mehr Kalorien vor dem Bildschirm verbrannt als in diesem Fall.
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Die Präsentation erweist sich leider als nicht wirklich zeitgemäß: Zwar weiß der Kommentar im TV-Stil durchaus zu gefallen, die etwas groben Grafiken und die nicht immer gelungenen Animationen wirken allerdings zum Teil wie Relikte älterer Sportspielumsetzungen.
Fazit: Sydney 2000 verdient sicherlich keine Gold-Medaille, kann aber durchaus für einen längeren Zeitraum einen Menge Spielspaß bieten. Wer mit Freuden an selige Gold-Games-Zeiten zurückdenkt, wird insbesondere mit menschlichen Mitspielern an seiner Seite den virtuellen Wettkampf durchaus zu schätzen wissen.