Siemens: 700 Millionen Dollar für Brasiliens Mobilfunk
Marktanteil von 25 Prozent angestrebt
Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (ICM) will im Mobilfunksektor neue Märkte in Lateinamerika erschließen und investiert zunächst in Brasilien 700 Millionen Dollar in die dortige Mobilfunk-Infrastruktur. Mit mehr als 170 Millionen Einwohnern gilt Brasilien als der größte potenzielle Markt für Mobile Business in Lateinamerika.
Rudi Lamprecht, Vorsitzender des Bereichsvorstands von ICM, betonte auf einer Pressekonferenz in São Paulo, dass Siemens zu einem der führenden GSM-Anbieter in Lateinamerika werden soll. Das Investitionsprogramm zur Ausweitung der Marktposition in Lateinamerika beginnt im größten Flächenstaat des Kontinents. Innerhalb von drei Jahren will Siemens in Brasilien etwa 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen und führender Lieferant für GSM-Technik mit einem Marktanteil von 25 Prozent werden.
Siemens ICM ist bereits heute in Chile, Venezuela, Argentinien, Kolumbien und Mexiko vertreten. In Brasilien ist Siemens größter deutscher Investor für Telekommunikation und durch Fertigungsstätten, Entwicklungs-, Forschungs- und Schulungscenter sowie Experten für Service, Entwicklung und Implementierung von Projekten vor Ort.
Derzeit nutzen rund 12 Prozent der 500 Millionen Einwohner Lateinamerikas Mobiltelefone und Mobilfunkdienste, davon allein 19 Millionen in Brasilien. Dies entspricht einer Marktdurchdringung von circa 11 Prozent. "Im Hinblick auf die europäische Marktdurchdringung von durchschnittlich 45 Prozent sehen wir ein exzellentes Wachstumspotenzial für den lateinamerikanischen Markt", so Lamprecht.
Mit mehr als 140 Mobilnetz-Betreibern in über 70 Ländern läuft nach Angaben des Unternehmens jedes dritte GSM-Telefonat weltweit über Siemens-Technik.
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