Studie: europäischer E-Commerce-Software-Markt wächst

2,5 Milliarden Umsatz bis 2006

Der europäische Markt für E-Commerce-Software wird in den nächsten Jahren kräftig wachsen, ohne dabei allzu optimistische Erwartungen zu erfüllen. Nach einer neuen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll der Umsatz von 267,3 Millionen US-Dollar im Jahre 1999 auf 2,5 Milliarden im Jahre 2006 ansteigen.

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Hauptwachstumsfaktor seien dabei Investitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Neben einer verbesserten Marktpräsenz spielten hier vor allem Kosteneinsparungen und Serviceoptimierung eine Rolle.

Die Investitionen konzentrieren sich laut Frost & Sullivan auf E-Commerce-Anwendungen für das Business-to-Business-Geschäft, Content und Trading Communities. Dabei soll der Markt von der stärkeren Nutzung von Breitband-Übertragung profitieren. Nach einem Wachstum von 127,6 Prozent im Jahre 1999 rechnen die meisten Anbieter trotz einer gewissen Abschwächung des Wachstums mit einer langfristig positiven Entwicklung. Allerdings wirken sich nach wie vor die hohen Integrationskosten und Sicherheitsprobleme wachstumshemmend aus.

Auf das Marktsegment der Software für Großunternehmen entfiel im Jahre 1999 als Ergebnis einer ersten Investitionswelle ein Umsatz von 201,4 Millionen US-Dollar. Bis zum Jahre 2006 wird sich das Marktvolumen für Großunternehmen auf 2,0 Milliarden US-Dollar etwa verzehnfachen. Damit wird dieser Sektor auch in Zukunft dominieren, während der Markt für mittelständische Unternehmen bis zum Jahre 2006 auf 464,5 Millionen US-Dollar wächst.

Großbritannien, Deutschland und Skandinavien sind seit 1996 die führenden Ländermärkte. Nach der Prognose von Frost & Sullivan wird vor allem Skandinavien in den nächsten Jahren Marktanteile an Frankreich und Italien verlieren. Deutschland kann auch in Zukunft seine Marktstellung behaupten und leicht ausbauen.

Bei Bekanntheit und Marktanteilen liegen reine Anbieter von E-Commerce-Software wie BroadVision, Intershop und Open Market bisher vorn. Allerdings spielen etablierte Softwarefirmen wie Microsoft, Oracle und IBM eine zunehmend bedeutende Rolle, wobei sie von ihrem Angebot komplementärer Technologien, von ihrer Erfahrung, ihrer Finanzkraft, ihren Vertriebsnetzen und der Bekanntheit ihrer Marken profitieren. Hinzu kommt, dass sich IT-Anbieter aus benachbarten Bereichen wie CRM und ERP als Anbieter von E-Commerce-Software neu profilieren.

Da der Markt nicht in der Lage sein wird, immer neue Anbieter aufzunehmen, wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 24 Monate ein Konsolidierungsprozess einsetzen, prognostiziert Frost & Sullivan. Die Differenzierung der Produktangebote erfolge dabei mangels wesentlicher technischer Unterschiede über Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit, Zahl der Funktionen und intensive Markenwerbung.

Die Studie "The European Market for E-Commerce-Software" (Report 3887)ist über Frost & Sullivan für 4.150,- Euro zu beziehen.

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