Grünes Licht für Telekom-Beteiligung an debis

Zweitgrößtes europäisches Systemhaus entsteht

Ohne Einschränkungen hat das Bundeskartellamt die Mehrheitsbeteiligung der Deutschen Telekom AG von 50,1 Prozent am debis Systemhaus genehmigt. Unter dem Namen "T-Systems" entsteht damit das zweitgrößte Systemhaus in Europa mit 40.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von rund 20 Milliarden Mark.

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Die Deutsche Telekom war bisher im Systemlösungsgeschäft vor allem mit ihrer Tochtergesellschaft DeTeSystem aktiv. Weitere Telekom-Einheiten bilden nun gemeinsam mit dem debis Systemhaus die Säule T-Systems für Dienstleistungen auf Basis von integrierter Telekommunikations- (TK) und Informationstechnologie (IT).

Josef Brauner, Vorstand Vertrieb und Service der Deutschen Telekom und Aufsichtsratsvorsitzender von T-Systems, begrüßte die Entscheidung. Nun könne das Unternehmen den richtungsweisenden Schritt zur Stärkung des Systemlösungsgeschäftes unternehmen. "Strategie und Portfolio der beteiligten Unternehmenseinheiten der Deutschen Telekom und des debis Systemhauses ergänzen sich in hervorragender Weise", betonte Brauner.

Er verwies darauf, dass T-Systems das erste Serviceunternehmen sei, das Know-how aus der Telekommunikation und Informationstechnologie global bündele. Nachdem das Management-Team unter der Leitung von Karl Heinz Achinger benannt sei, könne die Deutsche Telekom nun ihr Leistungsspektrum für Systemlösungen noch einmal deutlich erweitern und ihre internationale Position erheblich stärken.

T-Systems-Chef Achinger hob die Synergieeffekte hervor, die beide Unternehmen mit ihren Kernkompetenzen Informationstechnologie und Telekommunikation einbringen. Erklärtes Ziel der Telekom ist es, ihre Position im Wachstumsbereich E-Business auszubauen. Außerdem sei das neue Unternehmen hervorragend vorbereitet für die stark wachsende Nachfrage nach Outsourcing-Lösungen auf Basis integrierter TK- und IT-Lösungen. Gemeinsam wolle man zudem weitere neue Marktsegmente erschließen. Dazu gehören zum Beispiel die Übernahme kompletter Geschäftsprozesse von Kunden (Prozessmanagement) und Application Service Providing, bei dem ein Unternehmen Software-Anwendungen über das Internet kostensparend mit anderen gemeinsam nutzt.

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