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Studie: Politik muss der New Economy auf die Sprünge helfen

Elektronischer Handel als Jobmaschine

Electronic Commerce, auch E-Commerce genannt, gilt als die neue Jobmaschine auf dem Arbeitsmarkt. Optimistische Prognosen sagen in den kommenden Jahren Hunderttausende neuer Arbeitsplätze voraus, sollte der Handel übers Internet erst einmal richtig in Gang kommen. Um das avisierte Ziel zu erreichen, bedarf es jedoch laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft auch einer schnellen Unterstützung durch eine aktive Wirtschaftspolitik.

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"Der Staat kann durch eine frühzeitige Einführung und breite Anwendung von elektronischen Dienstleistungen Anreize für Unternehmen und Bürger schaffen", sagt Brigitte Preissl, eine der Autorinnen der Studie. "Dadurch lässt sich zum einen die Effektivität der Verwaltung steigern, zum anderen aber auch die Akzeptanz beim Bürger zur Nutzung elektronischer Dienste und Techniken ausweiten."

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Zwar seien mit der Deregulierung des Kommunikationssektors und dem gut ausgestatteten Telekommunikationssystem bereits wichtige Voraussetzungen für einen umfassenden Internetzugang geschaffen worden, doch könne man von Regierungsseite durchaus noch mehr tun: Dazu gehöre beispielweise eine Koordinierungsstelle für E-Commerce-Politik, die nach US-amerikanischem Vorbild alle politische Maßnahmen steuere, die für den elektronischen Handel auf Bundes- und EU-Ebene von Belang sind. Gleichzeitig müsse der Informationsstand über die neuen Technologien mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungskursen in Betrieben oder Volkshochschulen verbessert werden, um möglichst viele Bürger fit für Internet und E-Commerce zu machen, heißt es in der Studie.

"Die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt hängen entscheidend davon ab, wie viele Menschen und Organisationen bereits E-Commerce betreiben, wie intensiv sie dies tun und welche Nutzungsmuster sie bevorzugen", so Preissl. Nur wenn eine breite Nachfrage bestehe, lohne es sich für die Anbieter, eine leistungsfähige Infrastruktur und umfangreiche Dienstleistungen anzubieten. Umgekehrt motiviere jedoch auch eine gute Infrastruktur die breite Nutzung von E-Commerce.

Aufgabe einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik sei es demnach, die Akzeptanz von E-Commerce beispielsweise über eine elektronische Abwicklung von Dienstleistungen wie Steuererklärungen oder Verwaltungsvorgängen zu fördern. "Die damit geschaffene staatliche Nachfrage bietet E-Commerce-Anbietern die Chance, Kompetenzen zu erwerben und sich durch Referenzprojekte national wie international Wettbewerbsvorteile zu verschaffen", so die Autoren.

Die Studie "Arbeitsmarkteffekte und Electronic Commerce" wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaft im Auftrag der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Stuttgart-Vaihingen erstellt. Sie wurde als Arbeitsbericht Nr. 170 der Akademie für Technikfolgenabschätzung im September veröffentlicht und kann unter der Fax-Nummer 0711/9063-286 bestellt werden. Ansprechpartner ist Gerhard Fuchs, Tel: 0711/9063-199,



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