Studie: Der E-Commerce-Markt im Osten Europas

Laut Forit wird Polen auf Grund seiner Marktgröße und seiner wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2005 eine führende Rolle im osteuropäischen B2C-Markt einnehmen und einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erreichen. An zweiter Stelle folgt die Tschechische Republik, die über einen kleineren Markt verfügt.

Der russische B2C-Markt bietet, beschränkt durch das geringe Einkommensniveau, nur wenig Potenzial. Dagegen hat Russland im Bereich des B2B-E-Commerce gute Chancen, da die traditionellen russischen Rohstoff-Industrien ein starkes Interesse an virtuellen Marktplätzen aufweisen.

Um E-Commerce in Osteuropa erfolgreich zu etablieren, müssen die einzelnen Märkte noch einige Hürden überwinden. Dabei steht eine Verbesserung der Telekommunikationsinfrastruktur an erster Stelle. Darüber hinaus müssen Auslieferungs- und Zahlungsprozesse verbessert werden. Während in der Tschechischen Republik bestellte Waren aus Internet-Shops innerhalb von zwei Tagen angeliefert werden, hat Polen Probleme bei der Postauslieferung. Auch in Russland müssen Internet-Shopper lange auf bestellte Ware warten oder hohe Kosten für Kurierdienste in Kauf nehmen.

Die bevorzugte Zahlungsart in den drei untersuchten Ländern ist bislang die Barzahlung bei Anlieferung. Die Gründe dafür sind das schlecht entwickelte Banksystem und die geringe Verbreitung der Kreditkarten. Anbieter von Online-Zahlungssystemen haben bei einer Ausbreitung des Internet in der Region gute Marktchancen, da sie die Defizite der traditionellen Zahlungssysteme auffangen können.

Die Gesetze in den drei untersuchten Märkten weisen nach Angaben von Forit starke Defizite beim Schutz des geistigen Eigentums, im Verbraucherschutz sowie bei der Besteuerung des E-Commerce auf.

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