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ECTS: Online-Gaming top, DVD schwach

Auch deutsche Hersteller zunehmend auf Multiplayergames ausgerichtet

Wenn die gestern in London zu Ende gegangene Computer- und Videospielefachmesse ECTS auch kaum wirkliche Spielehighlights zu bieten hatte und das meiste bereits von der E3 in Los Angeles bekannt war, ließen sich zumindest einige Trends ausmachen. So gewinnt etwa das Online-Gaming für immer mehr Hersteller auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.

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Der Markt für Onlinespiele, der in Deutschland noch relativ klein ist, in den USA aber mit Spielen wie Everquest schon mehrere hunderttausend Spieler erreicht, gehört zu den Bereichen mit den größten Wachstumsprognosen. Dementsprechend setzt beispielsweise die norwegische Spieleschmiede Funcom, vielen bereits durch das gelungene Adventure The Longest Journey, mit ihrem nächsten Titel Anarchy Online voll auf den Onlinemarkt.

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Aber auch deutsche Hersteller wie etwa Blue Byte bewegen sich zunehmend auf Multiplayer-Pfaden. Die Mühlheimer Company, die vor kurzem mit Battle Isle Darkspace ihr erstes reines Onlinespiel ankündigte, will in nächster Zeit vermehrt auf den firmeneigenen Game Channel hinweisen, was etwa durch das Gratisspiel "Die Siedler - Hiebe für Diebe" geschehen soll. Außerdem werden alle neuen Titel wie etwa Siedler 4 und der vielversprechende Flugsimulator IL-2 Sturmovik über umfangreiche Onlineoptionen verfügen.

Der bereits seit längerem prophezeite Durchbruch der DVD als Spielemedium zeichnet sich immer noch nicht ab. Zwar sind sich die meisten Hersteller darüber einig, dass der DVD die Zukunft gehört, spezielle DVD-Entwicklungen bilden aber momentan immer noch die rare Ausnahme. Zumeist verfügen die DVD-Konvertierungen nur über zusätzliche Musikstücke, Spiellexika oder ähnliches.

Interessant war allerdings in diesem Zusammenhang die Ankündigung von Cryo, Spiele auf DVD in Zukunft günstiger als entsprechende CD-Rom-Versionen anzubieten. Bei Spielen, die über vier oder mehr CDs verfügen, sei die Produktion der DVD-Version einfach preisgünstiger. Zudem ermögliche die handlichere und kleinere DVD-Verpackung weitere Kosteneinsparungen. Diese Preisvorteile wolle man an den Verbraucher weitergeben, so dass die DVD-Spiele im Schnitt 10 DM günstiger als die CD-Rom-Versionen erhältlich sein werden.



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