Stern: Telekom will politischen Einfluss vergrößern
Will die Telekom politische Mandate von Mitarbeitern nutzen?
In der Spitze der Telekom wird angeblich daran gearbeitet, den Einfluss des Konzerns auf allen politischen Ebenen zu verstärken, das berichtet das Hamburger Magazin Stern vorab zu seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.
Laut Stern wurden in einem Papier Direktoren und Abteilungsleiter aufgefordert, unter den mehr als 170.000 Mitarbeitern des Unternehmens diejenigen ausfindig zu machen, die "Mandate in Parlamenten (Bundestag, Landtag, Kommunalparlamente) oder sonstige politische Funktionen" innehaben. In einer "Einverständniserklärung" sollen die Mandatsträger ihre Zustimmung dazu geben, dass ihre politische Funktion im Zentralbereich Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, Leiter Hans-Willi Hefekäuser, gespeichert wird, so das Magazin.
"Dieses bislang ungenutzte Potenzial" könne genutzt werden, "um unsere unternehmensstrategischen Botschaften zu platzieren", heißt es laut Stern in dem Schreiben weiter. Telekom-Mitarbeiter mit einem politischen Mandat könnten als "Multiplikatoren dienen, indem sie unsere Positionen in die jeweiligen politischen Gremien einbringen". Auch sollen sie nach den Vorstellungen des Unternehmens "eine Art Frühwarnfunktion ausüben, in dem sie auf relevante Themen, die in den Gremien diskutiert werden, aufmerksam machen".
Laut Stern soll ein "kontinuierlicher Meinungsaustausch" zwischen den Mandatsträgern und der Unternehmensleitung durch "regelmäßige Mandatsträgerkonferenzen etabliert werden".
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