W3B-Studie über Reisebranche im Internet erschienen
Old Economy schlägt New Economy
Nutzerprofile, Nutzerpotenziale und Nutzer-Meinungen rund um das Thema "E-Reisen" wurden im Rahmen der W3B-Studie "Reisen im Internet" erforscht. Dabei wurden soziodemographische Profile, Nutzerverhalten sowie Einstellungen von elf Internet-Zielgruppen mit Affinität zum Thema Reisen dargestellt.
Besonders großes Interesse an Online-Reiseinformationen herrscht unter den Internet-nutzenden Frauen - das Buchen von Reisen, Flug- und Fahrtickets via Internet ist dagegen eher Männersache. Beide Geschlechter präferieren die Websites klassischer Reiseanbieter wie bahn.de und lufthansa.de; reine Internet-Companys konnten sich nach Angaben der Studienverfasser bisher noch nicht durchsetzen.
Das Zielgruppen-Potenzial für den Online-Vertrieb von Reisen, Fahr- und Flugtickets im deutschen Markt ist nach Ansicht der Analysten beachtlich: Über die Hälfte (56,5 Prozent) der mittlerweile rund 16 Millionen Internet-Nutzer nennen Reisen und Urlaub als ihr persönliches Hobby.
Ein großer Teil der Nutzerschaft setzt dieses Interesse im Internet tatsächlich auch in die Tat um. 52,2 Prozent besuchen Websites zum Thema Reisen (11,6 Prozent regelmäßig, 40,6 Prozent unregelmäßig). Zu den Internet-Anwendern, die Online-Flug- und Fahrpläne besuchen, zählen sogar 79,6 Prozent (37,9 Prozent regelmäßig, 41,7 Prozent unregelmäßig).
Zu den am häufigsten genutzten Websites aus diesem Segment gehören nach Auswertung der Studie die Angebote der Unternehmen der "Old Economy": www.bahn.de und www.lufthansa.de, gefolgt von www.tui.de, www.ltu.de, www.ltur.de und www.condor.de. Erst auf Platz 14 und 15 der Nennungen stehen der travelchannel und expedia.
Die Lücke zwischen Online-Kaufwunsch und -wirklichkeit ist jedoch nicht bei allen Reiseprodukten gleich stark ausgeprägt. Besonders betroffen sind Lastminute-Reisen sowie Pauschalreisen: Hier besteht seitens der Nutzer ein besonders starkes Online-Buchungs- und Informationsinteresse, das jedoch nur sehr selten in tatsächliche Online-Buchungen mündet.
Als Positiv-Beispiele sind dagegen Flug- und Bahntickets sowie Hotelzimmer zu nennen, bei denen der hohen Kaufbereitschaft der Nutzer bereits recht hohe Werte bei den tatsächlichen Online-Einkäufen gegenüberstehen. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielen Mietwagen - eine Produktkategorie, die sich wie die vorgenannten durch einen hohen Standardisierungsgrad sowie eine sehr gute Online-Verfügbarkeit auszeichnet. Interessant für Betreiber von Reise-Websites: Noch wichtiger als günstige Preise sind für die Nutzer auch in diesem Angebotssegment Sicherheitsaspekte bei Datenübertragung sowie Online-Zahlungsverkehr.
Die W3B-Studie "Reisen im Internet" basiert auf der 10. Erhebungswelle der WWW-Benutzer-Analyse W3B mit rund 30.000 befragten Internet-Nutzern.
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