Kongress zu deutschem E-Government eröffnet
Tacke: Das "Virtuelle Rathaus" hat immer Tag der offenen Tür
Der Staatssekretär im BMWi, Dr. Alfred Tacke, hat den in Bremen stattfindenden Kongress "Virtuelles Rathaus" eröffnet, bei dem mehr als 500 Teilnehmer ihre Meinungen und Erfahrungen zu den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den Einsatz neuer Medien auf kommunaler Ebene austauschen. Dabei werden erste Ergebnisse der Ende letzten Jahres angelaufenen, durch das BMWi geförderten Media@Komm-Projekte präsentiert und diskutiert.
Media@Komm ist ein Städtewettbewerb, bei dem im vergangenen Jahr aus 136 Bewerbern drei Konzepte zur Förderung ausgewählt wurden. Sie werden derzeit modellhaft in Bremen, Esslingen und Nürnberg umgesetzt und sollen anschließend deutschlandweit auf andere Regionen übertragen werden. Der Städtewettbewerb zielt auf den Bau virtueller Rathäuser und virtueller kommunaler Marktplätze. Durch die Vernetzung von Behörden, Unternehmen und Bürgern sollen zudem tragfähige Koordinations- und Kooperationsplattformen für E-Government und E-Commerce entstehen.
Auf dem Kongress demonstriert Media@Komm Bremen erste Pilotierungen für die Lebenslagen "Umzug und Wohnen" sowie den Verwaltungskomplex zum Thema Heirat. So soll eine Heiratsurkunde übers Internet bestellt und online mit der Geldkarte bezahlt werden können. Media@Komm Esslingen wird einen Antrag zu Anwohnerparkausweisen, die Anmeldung zur Hundesteuer und Fundbüro-Abfragen übers Internet vorstellen. Media@Komm Nürnberg präsentiert unter anderem Online-Buchungen von Bildungsangeboten und virtuelle Stadtratsarbeit.
Media@Komm ist mit 50 Millionen Mark Fördermitteln, die 75 Millionen Mark an Eigenmitteln mobilisieren, bis 2002 das größte Multimedia-Vorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundes insgesamt.
Staatssekretär Tacke sagte zu dem Wettbewerb: "Media@Komm will mehr als Städteinformation und Downloading von Formularen. Ziel ist der breite Durchbruch zu rechtsverbindlichen Interaktionen und Transaktionen in elektronischen Netzen auf Basis der digitalen Signatur. Im 'Virtuellen Rathaus' ist immer Tag der offenen Tür."
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