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Trolltech veröffentlicht Qt 2.2 für Unix unter GPL

Qt 2.2 soll ab 6. September erhältlich sein

Trolltech veröffentlicht heute die Version 2.2 seines C++ Graphical User Interface Application Framework Qt. Die frei verfügbare Unix-Version stellt Trolltech zudem unter die GPL und könnte damit einen erbitterten Streit innerhalb der Open-Source-Szene entschärfen.

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Qt 2.2 ist abwärtskompatibel zu Qt 2.1.1 und bietet neben dem neuen visuellen GUI-Builder Qt Designer auch eine vollständige Unterstützung von Windows 2000. Darüber hinaus bietet Qt neue Netzwerkkomponenten, Table/ Spreadsheet Widgets, Canvas Widgets, XML-Unterstützung, Action Groups, neue Styles, Multithreading Support sowie haufenweise kleiner Änderungen. Q1 2.2 soll ab dem 6. September 2000 erhältlich sein.

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Interessanter scheint aber der Schritt, Qt für Unix nun auch unter die GPL zu stellen. Zwar durfte Qt auch vorher schon kostenlos für Open-Source-Projekte verwendet werden, aber die nicht wirklich freie Lizenz ließ den Streit zwischen den beiden führenden Desktops für Linux, KDE und Gnome schwelen.

Während die KDE auf Qt basiert, setzt Gnome auf GtK auf, das im Gegensatz zu Qt unter GPL steht. Darin lag auch der einzige Grund, das Gnome-Projekt überhaupt ins Leben zu rufen, da sich einige Open-Source-Verfechter gegen die Verwendung der nicht wirklich frei verfügbaren QT-Bibliotheken zur Wehr setzen wollten.

Wer Qt in Zukunft verwenden will und seine Software nicht selbst unter GPL stellen will, muss natürlich auch weiterhin Lizenzgebühren zahlen.

Nachdem zur Linux Expo einige große IT-Unternehmen mit der Gründung der Gnome-Foundation ihre Unterstützung angekündigt hatten, könnte nun Trolltech zusätzlichen Schwung für Linux-Desktops bringen. Zudem soll die KDE in Kürze in der Version 2.0 erscheinen.

Ende August äußerte sich KDE offiziell zur Gründung der Gnome-Foundation. In der Stellungnahme heißt es:

Q: "How much does creation of GNOME Foundation affect KDE development?"
A: "As much as the birth of the last baby polar bear at the Quebec City Zoo" (i.e., not at all)

Das KDE-Team stellte, wohl ob des gewachsenen Medieninteresses verägert, fest, dass die Gründung der Gnome Foundation sie in keiner Weise tangiert. Das Gnome-Projekt ändere nur die Art, wie es das eigene Projekt verwaltet. Die Foundation würde nun festlegen, wie Gnome auszusehen hat und sich um Standards und PR kümmern. Im Gegensatz habe KDE ein solches System bereits und über den KDE e.V. sei es auch möglich, die Entwickler finanziell zu unterstützen. Man plane auch nicht eine Art KDE Foundation zu gründen. Vielmehr liege bei KDE die "Macht" in der Hand der Entwickler. So sei KDE wohl das einzige große Open-Source-Projekt, das ohne einen "wohltätigen Diktator" an der Spitze auskomme.



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