Spiegel-Gruppe bündelt Internetaktivitäten in SPIEGELnet AG
Über Börsengang ist noch nicht entschieden
Die Spiegel-Gruppe bündelt ihre Internet-Aktivitäten in der SPIEGELnet AG, die als Holding die Spiegel Online GmbH, die manager magazin Online GmbH, die Quality Channel GmbH sowie die portal1 internet GmbH vereinigt.

Neue Holding
Dem Vorstand der SPIEGELnet AG gehört als Vorsitzender (Chief Executive Officer) Werner E. Klatten an, der seit November 1994 Leiter Märkte und Erlöse beim Spiegel-Verlag ist, sowie Hans-Dieter Degler, der verantwortlich für Inhalte und Projektentwicklung (Chief Content Officer) ist. Degler ist seit September 1998 Chefredakteur der im Geschäftsbereich a+i.new media zusammengefassten Online-Angebote der Spiegel-Gruppe.
Mitglieder des Gründungsaufsichtsrats der SPIEGELnet AG sind Spiegel-Herausgeber und -Geschäftsführer Rudolf Augstein, Karl Dietrich Seikel, seit 1991 Geschäftsführer des Spiegel-Verlags, und der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Christian von Lenthe.
Der Spiegel-Verlag ist zunächst alleiniger Aktionär der SPIEGELnet AG. Nach einer in Kürze anstehenden Kapitalerhöhung sollen sich die Beteiligungsverhältnisse wie folgt ändern: Die Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG hält dann 86 Prozent, die manager magazin Verlagsgesellschaft mbH 7 Prozent, die stillen Gesellschafter der Spiegel-Mitarbeiter KG 2,4 Prozent, Rudolf Augstein 1,2 Prozent, Gruner + Jahr 1,2 Prozent, Vorstand und Führungskräfte der SPIEGELnet AG 2,2 Prozent.
Werner E. Klatten, CEO der SPIEGELnet AG, sagte zur Gründung: "Mit der Bündelung der Internet-Aktivitäten sind wir in der Lage, Spiegel Online, manager magazin Online und die Vermarktungsgemeinschaft Quality Channel verstärkt auszubauen und die hervorragende Marktposition dieser Marken zu unterstützen. Die SPIEGELnet AG wird darüber hinaus die Eigen- und Fremdvermarktung sowie die Rechteverwertung forcieren und weitere Angebote aufbauen. Über einen möglichen Börsengang ist noch nicht entschieden, die Situation auf den Kapitalmärkten lädt derzeit zu einem solchen Schritt auch nicht ein."
Mehrheitsgesellschafter der Spiegel Online GmbH ist mit einem Anteil von 75 Prozent die SPIEGELnet AG, 25 Prozent hält der SPIEGEL-Verlag. Geschäftsführer ist Werner E. Klatten, Chefredakteur vom 1. Dezember 2000 an Mathias Müller von Blumencron, zuletzt Spiegel-Korrespondent in New York.
Die manager magazin Online GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der SPIEGELnet AG. Geschäftsführer ist ebenfalls Werner E. Klatten, Geschäftsführender Redakteur seit März 1999 Martin Zeißler.
Auch die Quality Channel GmbH gehört zu 100 Prozent der SPIEGELnet AG. Geschäftsführer sind Jörg Keimer, seit Dezember 1998 Leiter des Quality Channel, und Pia Stein, die zum 1. Oktober 2000 vom Heinrich Bauer Verlag zur SPIEGELnet AG wechselt.
Die portal1 internet GmbH, die zu 100 Prozent zur SPIEGELnet AG gehört, entwickelt ein Portal, das sich durch die Aufbereitung journalistischer Inhalte verschiedener Kooperationspartner, durch qualifizierten Nutzwert und eigene Inhalte auszeichnen soll. Geschäftsführerin der portal1 internet GmbH wird Pia Stein, Redaktionsleiterin ist Rita Kohlmaier, zuvor Redaktionsleiterin von Spiegel Online.
Die Online-Aktivitäten der Spiegel-Gruppe konnten im letzten Jahr ihre Erlöse von 3,3 Millionen DM bei einem Verlust von 1,8 Millionen DM 1998 auf 8,7 Millionen DM steigern. Der Verlust sank auf 1,6 Millionen DM. Im ersten Halbjahr 2000 hat sich der starke Anstieg der Erlöse auf einen Umsatz von 7,4 Millionen DM fortgesetzt, das Ergebnis ist mit 1,3 Millionen DM für die ersten sechs Monate erstmals positiv. Insgesamt soll das Ergebnis für das Jahr 2000 auf Grund intensiver Investitionen in die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produkte dennoch negativ ausfallen.
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